Das Grab ist leer, der Held erwacht…

Christus ist erstanden!
O tönt ihr Jubellieder, tönt.
die Schafe hat das Lamm versöhnt;
geschlachtet ward das Osterlamm,
das von der Welt die Sünden nahm.
Halleluja, Halleluja!

Christus ist erstanden!
Es rang in wunderbarem Streit
das Leben mit der Sterblichkeit.
Es lebet, der gestorben ist,
der Fürst des Lebens, Jesus Christ.
Halleluja, Halleluja!

Christus ist erstanden!
Wir wissen, dass der Herr erstand
und Tod und Hölle überwand.
O Sieger, König sende du
uns allen dein Erbarmen zu.
Halleluja, Halleluja!

Christus ist erstanden. Er ist wahrhaft auferstanden und lebt!
Prof. Hubert Gindert und das Team des Forums Deutscher Katholiken wünschen allen Mitgliedern, Freunden, Lesern und allen Menschen guten Willens ein frohes und gesegnetes Osterfest.

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12 Antworten auf Das Grab ist leer, der Held erwacht…

  1. Ulrich S sagt:

    Es wundert mich immer wieder, mit welcher Nonchalance sich Katholiken, die sich als gläubig und papsttreu empfinden, den Papst kritisieren. Ich bin so erzogen worden, dass der Papst der Stellvertreter Christi auf Erden ist und dass er mit seiner Erwählung in das Petrusamt vom Herrn auch die dafür notwendigen Amtsgnaden erhält.
    Heute sagt jeder 2. Katholik, der Papst tut das und das oder sagt etwas, aber ICH bin ganz anderer Meinung. Mit Verlaub: das halte ich für eine der Krankheiten in der hl. Kirche in der westlichen Welt. Es hängt mit der Seuche zusammen, die da heißt: „Ich bin der Maßstab.“
    Der Papst wäscht nicht DEN Muslimen die Füße, sondern DIR und MIR und der GANZEN MENSCHHEIT, so wie Christus allen gedient hat.
    Was mich auch überrascht ist, dass zu den Ostergrüßen des FDK solch eine Diskussion losbricht. Ich will hier keinem der geschätzten Kommentatoren auf die Füße treten, aber laßt uns doch mit Freuden singen: „Christus ist erstanden, o tönt ihr Jubellieder, tönt….O Sieger, König sende Du uns allen Dein Erbarmen zu. Halleluja!

    • Herbert Klupp sagt:

      @Ulrich S: Sie haben recht, und ich bin auch bereit mich grundsätzlich meinem Bischof ( und erst recht dem Papst ) unterzuordnen. Denn ich bin katholisch. Und dann gibt es halt immer wieder Fragen. Ich habe bewußt DIESES Forum ( und kein anderes ) für meine Frage nach dem Füßeküssen ausgewählt, weil ich mit großer Wahrscheinlichkeit annehme, daß hier nur (gute treue) Katholiken versammelt sind. Auch haben Sie recht, daß die Osterfreude viel viel größer ist als eventuelle „Eintrübungen“ durch eine aufgekommene Frage. Am Ende aber meine ich, man muß seine Fragen nicht unterdrücken.

  2. Quintus N. Sachs M SEN sagt:

    Lieber Herr Schneider-Flagmeyer,

    als erstes wünsche ich Ihnen eine gesegnete Osterzeit. Nach dem alten Kalendarium haben wir ja bis Pfingsten. Somit ist es die längste und reichste Festzeit im Kirchenjahr.

    Zu Ihrer Antwort auf die Fußwaschung des heutigen Papstes möchte ich Sie auf einen Link hinweisen, den ich diese Woche gelesen habe. William Kilpatrick hat da so seine eigenen Gedanken über das Waschen von den Füßen bei Muslimen. Ich finde diesen Artikel sehr einleuchtend. Sie finden den Artikel hier: http://www.crisismagazine.com/2016/the-problem-with-multicultural-foot-washing

    • Herbert Klupp sagt:

      Sehr geehrter Herr Quintus Sachs, vielen Dank für den Link ! Ja, dieser Schreiber formuliert ziemlich genau meine Empfindungen in der Sache. IMMER sollen wir uns an Jesus orientieren und nicht „göttlicher“ sein wollen als unser Meister, Gott und Herr. Jesus weiß, daß wir in einer Welt agieren müssen, die schwierig ist. So wie der Papst Fraziskus heute in einer schwierigen Gesamtsituation ( politisch, religiös, kulturell, militärisch usw ) zu agieren GEZWUNGEN ist. Und ich glaube, er hat unklug gehandelt. (Und ich wünsche weiterhin, ich möge damit falsch liegen). Jesus sagt doch: „Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben!“ Anstatt Klugheit spürt man anläßlich des „DEN MUSLIMEN DIE FÜSSE KÜSSEN“ ein ganz naives „Liebesdenken“. Als einfacher Christ, der er ja auch ist, finde ich es ganz und gar in Ordnung. Aber dann hätte er es anonym machen müssen. Als Christ, der „zufällig“ das Papstamt bekleidet ( und ausfüllt?) hat er die falschen Zeichen gesetzt.

      • Herbert Klupp sagt:

        APROPOS „falsche Zeichen“. Habe soeben in kath.net gelesen, daß der Papst bei seiner Rückreise von Griechenland ( von griechischen Flüchtlingscamps ) zwölf Muslime ( = drei Familien ) zu sich ( in den Vatikan ? ) mitnahm. ZWEI CHRISTLICHE FAMILIEN, die ebenso auf der Liste gestanden haben, JEDOCH NICHT ( deren „Papiere sind nicht in Ordnung gewesen“ ) Mein „Bauchgrimmen“ nimmt zu. Bitte nicht falsch verstehen: nichts gegen eine großzügige Tat für Muslime, aber er hat sie wohl dabei in ihrem muslimischen Irrtum, in ihrer islamischen Geistgefangeschaft gelassen, einfach so gelassen. Das tut weh ! Was nutzt eine Rettung aus weltlicher Bedrängnis, wenn die geistige Versklavung nicht erkannt und nicht behoben wird ? Jesus hat jederzeit „Geister unterschieden“ und sie auch gleich „ausgetrieben“. Wo stehen aber wir ? Wo steht meine Kirche ? Wo steht der Papst ? Was ist die Antwort, wenn Jesus Christus als Richter eines Tages nach der treuen Befolgung seines SENDUNGSBEFEHLS fragen wird ?

  3. Michael Schneider-Flagmeyer sagt:

    Herr Klupp und Herr Dr. Rieger,
    Ich versuche mal eine Antwort. Die Kirche war weit über 1000 Jahre europazentriert.
    Das ergibt sich auch aus dem Wort Abendland, das den Teil Europas meint, der lateinisch, also von Rom aus christianisiert wurde. Wir sind eben weit über 1000 Jahre gewöhnt, dass ein abendländischer Europäer das Petrusamt inne hat. Eigentlich müßte jedem klar sein, dass sich vieles ändert ausser der Lehre(!), wenn ein Nichteuropäer auf den Stuhl Petri gelangt und mehr die Belange der Weltkirche (dazu gehören auch manche Riten und lieb gewordene aber letztlich doch äußerliche Dinge) berücksichtigt, zumal die Kirche in Europa und besonders die deutsche Teilkirche teilweise durch Versäumnisse und Anpassung des größten Teils der Bischöfe im Niedergang ist.
    Dieser Papst aus Argentinien hat den deutschen Bischöfen bei ihrem Besuch beim Heiligen Stuhl schriftlich eine Philippika mit auf den Weg gegeben, die noch einmal nachzulesen sich lohnt. (Die finden Sie im Archiv von kath.net)
    Bis jetzt gibt es nicht den kleinsten Anhaltspunkt dafür, dass der Papst die Lehre ändern will. Bis heute hat er die Lehre immer bestätigt zum Teil mit überdeutlichen Worten. Dieser Argentinier Franziskus hat eine sehr spontane Mentalität, die gerde uns Deutschen nicht geheuer erscheint. Es gab in der Neuzeit noch nie einen Papst, der so wie Franziskus kein Blatt vor den Mund nahm.
    Was Sie, lieber Herr Klupp, an der Fußwaschung so empört, wage ich doch Äußerlichkeit zu nennen, wobei mir persönlich offen gestanden sein Handeln biblischer und weniger ritualisiert vorkommt.
    Wir haben doch noch früher gelernt, dass wir besonders in den Armen und Verachteten Christus erkennen sollen. Wenn der Papst jetzt diesen und auch Frauen die Füße wäscht, dann erscheint mir das einmal als ein Abweichen von den Sitten des alt- aber auch neuorientalischen Patriarchats aber auch als ein deutlichen Zeichen in Richtung Islam mit seinen Extremformen, die den Frauen viele Menschenrechte vorenthalten. Es ist ein sehr starkes Zeichen und ich verstehe, dass das auf manche Deutche befemdlich wirkt. (Der Fußkuss erinnert mich an die Frau, die Jesus salbte und gilt mir als Liebesgeste gegenüber Christus, den wir in diesen Armen sehen sollen.) Aber ich verstehe auch, dass die Kirche, deren große Zukunft sich offensichtlich zunächst in der Südhälfte der Erde abspielt, weniger abendländisch zentriert sein wird. Schließlich hat sie ihren Ursprung im Orient. Was werden wir erst einmal sagen, wenn ein Papst aus Afrika, Asien oder Ozeanien das Petrusamt ausübt?
    Ich meine, wir sollten einfach dem Heiligen Geist vertrauen, dessen Führung Christus der Kirche für alle Zeiten zugesagt hat.

    • Michael Rieger sagt:

      Vielen Dank für Ihre Überlegungen, werter Herr Dr. Schneider-Flagmeyer. Der Aspekt des zurückgehenden Eurozentrismus der Kirche scheint mir sehr bedenkenswert zu sein. Ergänzend möchte ich noch auf die gerade erschienene Una Voce Korrespondenz 1/2016 hinweisen. Michael Charlier schreibt hier (S. 128-133) schreibt umfassend über die „Veränderung im Ritus der Fußwaschung“.

    • Herbert Klupp sagt:

      Sehr geehrter Herr Schneider-Flagmeyer,
      vielen Dank für Ihre Antwort. Ich finde Ihre Darlegungen recht überzeugend, hilfreich und auch irgendwie beruhigend. Danke schön ! Vielleicht bin ich einfach „zu kritisch“ angesichts eines rituellen, nicht unserer Lehre explizit widersprechenden Geschehens. Aber einen Begriff möchte ich schon noch nennen ( den hätte ich gleich „bringen“ sollen ) der es mir recht schwer macht, bei der Geste „mitzugehen“. Wir Christen sollen (jedermann) dienen, ja, nicht aber uns unterwerfen, wie es beispielsweise der Islam von uns verlangt. Und ganz aus ehrlichem Herzen gesagt: das sieht mir persönlich zu sehr nach UNTERWERFUNG aus ! Wie gesagt, ich bin möglicherweise „zu kritisch“. Festhalten darf ich aber doch, daß wir uns niemals dem Islam unterwerfen dürfen, indem wir aus der Unterwerfung heraus unsere Bekenntnisse verschweigen: daß Jesus Gott und Herr ist, daß Gott Mensch wurde in Bethlehem, daß Christus in unseren Leib real eingeht mit seinem Leib, daß wir alle Völker lehren sollen, was er uns gelehrt hat usw. Die Sünderin hat sich im Füße küssen und Füße salben tatsächlich unterworfen, aber da geschah es zu recht, und es geschah Jesus gegenüber: mein Herr und mein Gott !

      • Michael Schneider-Flagmeyer sagt:

        Eine Unterwerfung unter den Islam kann ich nicht erkennen. Im Gegenteil: In dem der Papst in diesen Ritus Frauen einbezieht, betont er den Schöpfungsbericht, der uns sagt, dass Gott den Menschen als Mann und als Frau sich zum Bilde schuf und damit die gleiche Wertigkeit vor Gott – Mann und Frau als Ebenbild Gottes – hervorhebt. Das ist doch das Gegenteil dessen, was im Islam praktiziert wird.

    • Mathias Wagener sagt:

      Franziskus ist schon sehr eigen. Vielen hat er schon völlig unnötigerweise vor den Kopf gestoßen. Das nicht-abendländisch möchte ich im Übrigen auch nicht gelten lassen, zumal Argentinien doch wesentlich „europäischer“ ist als andere Staaten. Der Papst ist von der Ethnie her Italienier, der Vater war ausgewandert, die Mutter ist auch italienischer Abstammung. Die Fußwascherei halte ich offen gesagt für so entbehrlich wie der doch mitunter recht peinliche Friedensgruß.

  4. Herbert Klupp sagt:

    Auch ich wünsche aus ganzem Herzen unserem Prof. Hubert Gindert und dem Team des Forums Deutscher Katholiken sowie allen Mitgliedern und Freunden ein frohes und gesegnetes Osterfest. FROHE OSTERN !!!
    Gleichzeitig suche ich einen geistlichen Rat. Unter den Lesern hier vermute ich ausschließlich seriöse gläubige Katholiken, und deshalb möchte ich HIER die Frage nach Papst Franziskus stellen. Jesus hat den 12 Aposteln die Füße gewaschen. Er hat niemandem die Füße geküßt und er hat sich außerhalb des Apostelkreises niemals erniedrigt. Wenn Papst Franziskus aber Muslimen und Frauen (und anderen unpassenden) die Füße nicht nur wäscht, sondern auch küßt, will er dann MEHR SEIN ALS JESUS ? Ist das noch in Ordnung ? Weiß er, wissen wir, wie verheerend dieses Bild auf große Teile der Welt wirkt ? Daß der Islamismus das als Bestätigung seiner geistigen Überlegenheit betrachtet und sich gestärkt fühlt, weiteren Terror auszuüben ? Daß die gefolterten und vertriebenen Christen des Orients sich wundern, weil SIE NICHT berücksichtigt sind, oder weil der Papst viel intensiver das „Leid“ der (meist muslimischen) Flüchtlinge beklagt, welches jedoch ein Geringes ist im Verhältnis zum Leid vieler orientalischen Christen ?
    In mir wächst eine böse Wurzel des Mißtrauens, ob im Geist dieses Papstes nicht Irrlehren eingekehrt sind ?
    Wer hilft mir ?

    • Michael Rieger sagt:

      Ihre Frage, Herr Klupp, ist wichtig und ich bin auch gespannt auf die Antworten. Doch zunächst eine Anmerkung und eine weitere Frage:
      Um genau zu sein, müssen wir auf jeden Fall unterscheiden zwischen „Irrlehren“ und einer fragwürdigen oder verfehlten Praxis.
      Eine bestimmte Praxis wird in der Öffentlichkeit aber sicherlich sehr schnell als der Lehre entsprechend wahrgenommen. Soll also die Praxis eine Veränderung der Lehre vorwegnehmen?

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