Daniel Deckers macht sich und die FAZ lächerlich

Jede große Zeitung hat einen Schwachpunkt in ihrer Redaktion. Und bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die immer noch vielen Lesern als besonders seriöse Tageszeitung gilt, ist dies Daniel Deckers, der gestern wieder zugeschlagen hat und nicht nur sich sondern auch seine Zeitung, die FAZ, lächerlich macht.
Wir haben bereits auf diesem blog zwei mal Daniel Deckers für seine Haltung unserer Kirche gegenüber kritisiert. (Siehe: Daniel Deckers Blick auf die katholische Kirche in der FAZ, am 3.2.13 auch auf kath.net erschienen und am 17.1.13 in: Auch ein Stil)
In seinem Artikel „Der Karneval ist aus“ läßt Deckers seinen Wunschfantasien über das gerade begonnene Pontifikat von Papst Franziskus freien Lauf. Dabei macht er noch einmal seiner Antipathie gegen Papst Benedikt XVI. und sein Pontifikat gründlich Luft und versucht, Papst Franziskus in Gegensatz zu seinem Vorgänger zu bringen. Wie wir schon früher geschrieben haben, läßt sich Deckers dabei von den Realitäten wenig beeindrucken. So wie er Papst Benedikt nie richtig zugehört hat, so hört er nun auch Papst Franziskus nicht zu; denn dieser hat vom ersten Augenblick an klar gemacht, dass ein theologischer Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht besteht. Die Begegnung in Castel Gandolfo sowie alle Ansprachen haben das nun jedermann deutlich gemacht bis auf Deckers, der so etwas offensichtlich nicht liest. Zunächst muß man immer wieder betonen, dass der Petrusdienst nicht von roten Schuhen und einer Hermelinmozetta abhängt oder von anderen Äusserlichkeiten. Dass in dem Moment, in dem ein Papst aus den Problemzonen und den Elendsgebieten (Favelas) dieser Welt außerhalb Europas ins Petrusamt berufen wird, sich der Stil im Vatikan, der nun seit den Anfängen der Kirche europäisch bzw. abendländisch geprägt ist, gründlich ändern wird und nach Meinung der überwiegenden Zahl der Kardinäle des Konklaves auch ändern muß, war und ist ja nun jedem klar, der mit der Kirche und ihrem Evangelium lebt. Natürlich hat ein solcher Papst einen anderen Blick auf Kirche und Welt, aber nicht einen anderen Blick auf die ewigen Wahrheiten des Evangeliums Christi und die Lehre Seiner Kirche.
Aber Daniel Deckers, der offensichtlich die Ansprachen von Papst Franziskus nicht gelesen oder gehört hat, bleibt nun an manchen Äusserlichkeiten und Skandalen hängen und nennt als Kronzeugen ausgerechnet David Berger, der sich wie kaum jemand intellektuell so komprommitiert hat. Auch über dessen Outing, das ja keineswegs so freiwillig war, weiß Deckers nichts Genaues.
Ich wiederhole, was ich schon einmal geschrieben habe: Ein Kirchenfachmann ist Daniel Deckers nicht!
Und dann wird es wirklich grotesk. Er macht eine Gruppe aus, „die mit den Traditionalisten zum Teil identisch ist“, die Homosexuellen. „Keine Gruppe wird von der Ästhetik der alten Messe stärker angezogen, als Männer die Männer lieben. Der Kult um kostbare Gewänder und üppige Spitzen, das von allerlei erotischen Konnotationen umgegebene heilige Spiel, die asexuellen Darstellungen der Gottesmutter Maria und eine überbordende Reliquienverehrung sind das öffentliche und seit Benedikt XVI. wieder päpstlich approbierte Gegenstück zu einer privaten Parallelwelt, in der den Reliquien allerlei Fetische entsprechen: der Marienverehrung der Kult um Magermodels und mädchenhafte Schlagersängerinnen, dem frauenfeindlichen Altarraum die Männersauna und der Darkroom; und dem levitierten Hochamt mit Goldbrokat, Manipel und Spitzenrochetts das Tuntenballet“
Das überschreitet ja nun das Maß des Lächerlichen! Eigentlich müßten die Homosexuellenorganisationen ob dieser Verunglimpfung sofort auf die Barrikaden gehen. Es ist nicht nur ungeheuerlich, als katholischer Theologe so über die Liturgie der Kirche herzufallen, sondern nebenbei werden hier ernsthafte, homosexuell empfindende Christen, die sonntäglich die Messe besuchen zusammen mit den Liturgikern als Tuntenballet diskriminiert, der Altarraum in Zusammenhang mit der Männersauna und dem Darkroom (dunkle Räume für anonymen Massensex unter Männern) gebracht. Die Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung müssen sich nun fragen lassen, wie das denn mit der allgemeinen Homosexualisierung in der westlichen Gesellschaft, die ja auch nicht vor der FAZ haltmacht, in Einklang bringen läßt. Vor allen Dingen sollten die katholischen Leser, der FAZ sich solche grotesken Entgleisungen energisch verbitten und die Konsequenzen daraus ziehen.
„Deckers dreht durch!“ schrieb Dr. Michael Schäfer auf seinem höchst lesenswerten blog : summa-summarum.blogspot.de Dieser Kommentar wurde heute dankenswerterweise von kath.net übernommen und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Schäfers Argumentation schliesse ich mich an, möchte aber noch einen Punkt in Deckers Pamphlet hervorheben. Deckers kennt zwar die Texte der Päpste Benedikt und Franziskus nicht, hat aber Ludwig Ring-Eifel, seinen Kollegen von der KNA, gelesen und dessen These von den verwaisten „papsttreuen katholischen Publizisten“ und deren Anhängern, die er sich zu eigen macht und sie nun – alle über einen Kamm geschert – unter die Gegner von Papst Franziskus einordnet. Auch hier ist er völlig uninformiert.
(Siehe hierzu auf diesem blog meinen Artikel: Ludwig Ring-Eifel (KNA) und die „katholischen papsttreuen Publizisten“ vom 26.2.13, der ebenfalls auf kath.net erschien)
Noch einmal: Daniel Deckers ist zwar ein dissidenter Theologe aber kein Kirchenkenner! Und eine Zeitung wie die FAZ sollte doch einen wirklichen Kirchenfachmann haben.
Wer glaubt, alle papsttreuen Katholiken stünden nun in Gegnerschaft zu Papst Franziskus, der hat sich weder über diese Gruppierungen informiert noch über die Reden unseres neuen Heiligen Vaters.
Auch kath.net unter diese möglichen Gegner einordnen zu wollen, ist entweder völlig ignorant oder absolut böswillig. Ein Blick auf die Seiten von kath.net und kathTube beweisen das Gegenteil.
So bleibt nur noch, den katholischen FAZ-Lesern zu wünschen, dass die Redaktion einen wirklichen Kirchenfachmann oder -fachfrau findet, der die Zeitung nicht in ein so schlechtes Licht setzt.

Michael Schneider-Flagmeyer

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5 Antworten auf Daniel Deckers macht sich und die FAZ lächerlich

  1. Alfred Lasar sagt:

    Ich habe noch nie soviel Bösartigkeit und Unsachlichkeit über einen Papst gelesen, wie in der FAZ vom 10. Februar 2015 von Daniel Deckers: „Der Papst haut rein“.
    Ich kann den Herausgebern der FAZ nur raten, auf die Mitarbeit des Herrn Decker zu verzichten. Ich lese seit 40 Jahren regelmäßig die FAZ. Sollte sich das Niveau nicht verbessern, werde ich zukünftig diese Zeitung nicht mehr lesen.

  2. Czmok, Christine sagt:

    Sehr geehrte FAZ-Redaktion,
    mit dieser weiteren negativen Art Ihres H. Daniel Deckers haben Sie das absolute
    tiefste Niveau seit Ihrem Bestehen erreicht. Die BILD hat Sie leicht eingeholt.
    Ich von mir kann sagen, dass ich ab sofort (mit weiteren 6 FAZ-Lesern u. Käufern)
    dieses FAZ Kapitel so nicht mehr mitmache. Ja, auch zum Verfeuern im Ofen ist
    mir dieser Schmutz zu schade. Sie schaden mit Ihrem niederen Stil: 1. den Lesern
    (mit ihren Verbreitern), ihren ehrlichen Mitarbeitern und deren Familien, letztendlich
    gefährden Sie den Ruf Ihrer gesamten Branche. Wo bleibt der Rest an Glaubwürdigkeit?
    Meine Bitte: Sofortige Umkehr zum fairen u. korrekten Journalismus, welches zum
    Grundstudium einer Ausbildung Ihres Standes erfordert. Ich kann Ihnen garantieren,
    Sie erreichen mit der ehrlichen Berichterstattung wesentlich mehr. Viel Erfolg- ich
    würde mich freuen. -Und Noch EINEs: Auf die gestrige Lüge des Daniel Deckers
    erfolgt doch bestimmt die Entschuldigung, bzw. eine Klarstellung – ganzseits!-Oder?

  3. Dr. Robert Berges sen sagt:

    Ich ärgere mich auch über Daniel Deckers; mehr jedoch über seine Informanten und Einflüsterer. Und wer ist das ??

  4. Gerhard ley sagt:

    Wegen der bösartigen, unsachlichen und z.T hasserfüllten Schreibereien dieses Herrn Deckers habe ich, nach erfolglosen Gesprächen mit ihm und den Herausgebern, bereits 2010 nach seinen damaligen unsäglichen Mixa-Attacken mein langjähriges Abonnement der FAZ gekündigt. Ich verstehe nicht, dass die FAZ dieses Niveau zulässt.

  5. Eduard Werner sagt:

    Dank am Dr. Schäfer und Schneider-Flagmeyer dafür, dass sie auf diese Einseitigkeit aufmerksam gemacht haben. Die FAZ gehörte früher in meinem Dienst beim Goethe-Institut zur täglichen Pflichtlektüre. Die Kommentare von Daniel Deckers haben mir aber die Lektüre der FAZ abgewöhnt. Offenbar verfestigt sich jetzt die redaktionelle Einseitigkeit wegen der Eingliederung der Rundschau, deren Linksdrall nun in der FAZ fortgesetzt wird. Welcher Leser möchte sich schon bei der Morgenlektüre ärgern? Ich nicht mehr.

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