Rede von Prof. Dr.Hubert Gindert zur Eröffnung des Kongresses „Freude am Glauben“ 2016 in Aschaffenburg

Ein herzliches Grüß Gott allen Teilnehmern des diesjährigen Kongresses „Freude am Glauben“ in Aschaffenburg.
Namentlich darf ich begrüßen:
den Diözesanbischof von Würzburg, Bischof Friedhelm Hofmann, mit dem wir eben den Eröffnungsgottesdienst gefeiert haben.
Ich begrüße seine Exz. Erzbischof Stefan Burger, der den weiten Weg von Freiburg zu uns genommen hat.
Ich begrüße seine Exz. Dr. Frederik Haas. Er ist Bischof einer anglikanisch-katholischen Diözese in Deutschland. Seien Sie herzlich willkommen bei uns.
Ich begrüße den Oberbürgermeisters der Stadt Aschaffenburg Herrn Klaus Herzog und füge an, wir haben uns hier in Aschaffenburg und in der Stadthalle immer sehr wohl gefühlt.
An dieser Stelle hätten wir die bisherige Schirmherrin unserer Kongresse Johanna Gräfin von Westphalen begrüßt. Ich zitiere aus unserem Nachruf:
„Gott das Ziel unseres Lebens und unserer Hoffnung hat seine treue Dienerin am 21. Januar zu sich gerufen.
Ihr Wirken für die Rechte Gottes und der Kirche, sowie für die Schwachen und Ungeborenen in unserer Gesellschaft, erinnert an den großen Bischof Clemens August Graf von Galen. Ihr Tod ist ein großer Verlust für das katholische Deutschland.“
Ich begrüße die Priester, Ordensleute und die Vertreter geistlicher Gemeinschaften.
Mein Willkommensgruß gilt unseren Freunden aus Österreich, der Schweiz und aus Liechtenstein.
Ganz herzlich begrüße ich die Mitglieder unseres Kuratoriums, die Referenten und die Teilnehmer der Gesprächsrunden.
Ein herzlicher Willkommensgruß gilt den Mitgliedern der Medien, insbesondere den Freunden von Radio Horeb, von EWTN und dem Internet-Fersehen Bonifatius-tv mit unserem Freund Pfarrer Uwe Winkel. Er hat es auch diesmal geschafft eine Life-Übertragung unserer Veranstaltung zu organisieren.
Ich begrüße die Vertreter der Infostände, die mit Ihrem Angebot unseren Kongress bereichern.
Dankbar begrüße ich jene, die die Vorbereitung dieses Kongresses mit ihrem Gebet begleitet haben und jene, die unsere Kongresse finanziell fördern. Schließlich danke ich allen Mitarbeitern, die tatkräftig den Kongress vorbereitet und die jetzt zusammen mit den freiwilligen Helfern von Aschaffenburg für einen guten Ablauf sorgen werden. In Vertretung möchte ich Heribert Dehn, Manfred Christ und Frau Ursula Zöller, die uns den wunderschönen Artikel „Herzlich Willkommen in Aschaffenburg!“ für unsere Zeitschrift geschrieben hat, danken

Dem Kongress sind wieder eine Reihe von Grußworten zugegangen. Wir freuen uns, weil darin auch die Zustimmung und Sympathie für den Kongress „Freude am Glauben“ zum Ausdruck kommen. Sie können den Wortlaut dieser Grußbotschaften und den Text der Resolutionen, die auf dem Kongress zur Abstimmung gestellt werden, auf großformatigen Tafeln im Foyer des Kongresses zur Kenntnis nehmen.
Als Katholiken freuen wir uns in besonderer Weise, über das Grußwort, das uns der Stellvertreters des Heiligen Vaters in Deutschland, der Apostolische Nuntius Erzbischof Nicola Eterovic geschrieben hat.

Wir danken für das Grußwort
des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Sr. Eminenz Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München.

Wir freuen uns über das Grußwort
Sr. Eminenz Rainer Maria Kardinal Wölki, Erzbischof von Köln

Wir danken für das Grußwort von
Bischof Heinz Josef Algermissen von Fulda

Wir freuen uns über das Grußwort von
Bischof Gregor Maria Hanke von Eichstätt

Wir danken für das Grußwort von
Bischof Stefan Oster von Passau

Wir freuen uns über das Grußwort von
Bischof Rudolf Voderholzer von Regensburg

Wir danken für das Grußwort von
Bischof Karl-Heinz Wiesemann aus der Nachbardiözese Speyer

Wir freuen uns über das Grußwort von
Bischof Konrad Zdarsa von Augsburg

Wir danken schließlich für das Grußwort des Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern Horst Seehofer

Liebe Freunde,
das Motto des diesjährigen Kongresses „Freude am Glauben“ heißt „Was gibt dem Menschen Hoffnung für die Zukunft?“
Wer die Befindlichkeit der Bundesbürger beschreiben möchte, stößt mehr auf Verunsicherung, Zukunftsangst und Freudlosigkeit als auf Hochstimmung, ruhige Gelassenheit und die überzeugte Kraft anstehende Probleme lösen zu können.
Die eher gedrückte Stimmung hat viele Namen. Sie wirft existentielle Fragen auf. Solche Fragen wegzuschieben bedeutet keine Lösung. Wie jemand damit zurechtkommt, hat mit der Gottesbeziehung zu tun, aus der er seine Kraft zieht. Insofern ist die von Papst Franziskus genannte „Erosion des Glaubens“ in Deutschland ein wesentliches Problem. Wenn nämlich die Zahl der aus dem Glauben lebenden und kirchenverbundenen Katholiken abnimmt, dann hat das nicht nur für die Kirche Konsequenzen sondern auch für das Zusammenleben aller Menschen in unserem Land.
Glaube und Hoffnung sind in der christlichen Botschaft vielfach „austauschbar“ und „gleichbedeutend“ wie Benedikt XVI. in seinem Schreiben über die „Christliche Hoffnung“ formuliert hat.
Unser Kongress ist eingebettet in das Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus ausgerufen hat. Ein solches Jubeljahr gab es schon im alten Israel mit einem vollständigen Schuldenerlass und der Rückgabe der Freiheit für die aus der Gemeinschaft Herausgefallenen. Diese Menschen bekamen wieder ihre Würde und ihre Hoffnung für einen Neuanfang zurück.
Barmherzigkeit trägt dazu bei, jemand eine Chance für einen Neuanfang zu geben. Diese Forderung findet sich auch in der zivilen Gesellschaft. Es ist eine berechtigte Frage, ob wir nicht diese Barmherzigkeit in unserer Gesellschaft, in den Familien, in der Politik und auch in der Kirche dringend nötig haben. Ausgrenzung, Abqualifizierung und Dialogverweigerung sind überall an der Tagesordnung. Die Welt erwartet von uns Christen nicht nur Worte, sondern konkrete Gesten des Aufeinander Zugehens.
Papst Franziskus formuliert ja manchmal erfrischend direkt. Als er einmal zu jungen Ehepaaren sprach, forderte er die Ehepartner dazu auf, an jedem Abend zum Frieden zurückzufinden, auch, wenn tagsüber einmal die Fetzen flogen, wortwörtlich, wenn die Teller flogen. Papst Franziskus sagte nicht, vielleicht ist am Abend die Zeit noch nicht reif dafür, man sollte erst ein paar Tage abwarten. Nein! Er forderte von ihnen, noch am gleichen Abend aufeinander zuzugehen und das befreiende Wort auszusprechen: Fangen wir wieder neu an! Dieses Wort am gleichen Abend gesprochen, hat vermutlich manche Ehe gerettet, während das Abwarten auch schon zum endgültigen Bruch geführt hat.
Papst Franziskus hat das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen, weil er weiß, dass es auch unter Christen aktuell ist, im Verhältnis der Menschen zu Gott und auch in der Barmherzigkeit der Menschen zueinander. Und Christen können dabei gelegentlich auch etwas von der säkularen Welt lernen. Spontan kommt mir da in den Sinn: Der FC-Bayern-München zeigt sich gegenüber seinem früheren Präsidenten viel barmherziger als manche Katholiken mit einem Bischof. Sollten nicht Christen diejenigen sein, die der Welt das Beispiel geben, das ihr Kennzeichen schon in den ersten Jahrhunderten war, wo es von ihnen hieß „Seht wie sie einander lieben“.
Auf diesem Kongress geht es um die Frage, was gibt dem Menschen neue Hoffnung. Und da sollte im Jahr der Barmherzigkeit, Barmherzigkeit nicht ausgeschlossen sein.
Liebe Freunde, wir haben eingangs unserer bisherigen Schirmherrin Johanna Gräfin von Westphalen gedacht. Ich möchte Ihnen nun den neuen Schirmherrn unseres Kongresses nennen. Sie kennen ihn bereits. Er ist bekannt für sein klares und eindeutiges Wort. Es ist Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Werner Münch!
Bevor nun Fürst zu Löwenstein in bekannter Manier durch den Kongress führt, spricht noch der Oberbürgermeister von Aschaffenburg ein Grußwort zu uns.
Ich danke Ihnen!

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