1000+ eine erfolgreiche Lebensrechtsbewegung

Am 9. März – ironischerweise nur einen Tag nach dem Internationalen Weltfrauentag – veröffentlichte das Bundesamt für Statistik unter der Schlagzeile „0,5 % weniger Schwangerschaftsabbrüche in 2015“ die im vergangenen Jahr offiziell gemeldeten Abtreibungen: 99.237 an der Zahl.
Es ist und bleibt eine unvorstellbar große, traurige Zahl von Frauen, die in ihrer verzweifelten Situation keinen anderen Ausweg gesehen haben als eine Abtreibung.
Aus mittlerweile über 10.000 Beratungsfällen seit der Gründung von 1000plus wissen wir, dass ungewollt schwangere Frauen die positive Lösung ihrer Probleme einer Abtreibung vorziehen würden. Denn nicht das Kind ist die Ursache des Schwangerschaftskonfliktes, sondern in der Regel ein Problem in der Partnerschaft, der „falsche Zeitpunkt“ oder schlichtweg Überforderung.
Der seit einigen Jahren kontinuierliche Rückgang der Abtreibungen in Deutschland muss (wie jede Statistik) mit großer Vorsicht bewertet werden. In Zeiten von immer mehr Verhütung und einer rezeptfreien Pille danach, von um sich greifender Unfruchtbarkeit und kleiner werdenden Jahrgängen der Frauen im gebärfähigen Alter kann ein solcher Rückgang der Abtreibungszahlen nicht isoliert von Geburtenzahlen und Fehlgeburtsquoten gesehen werden. An dem prozentualen Anteil der schwangeren Frauen, die kein Ja zu ihrem Baby finden (etwa jede siebte Frau!), hat sich in den letzten Jahren kaum etwas geändert. Hinzu kommt, dass es sich hierbei ja nur um die Zahl der offiziell gemeldeten Abtreibungen handelt.
Was wir aber mit Sicherheit wissen, ist: Durch professionelle Beratung und konkrete Hilfe sind Entscheidungen für das Leben möglich.
2015 haben 61 % der von uns beratenen Frauen, die uns ihre Entscheidung mitgeteilt haben, sich für ihr Kind entschieden!
Das Massenphänomen der Abtreibung ist also vielmehr ein Phänomen der massenhaft unterlassenen Hilfeleistung.
Danke, dass Sie an unserer Seite sind. Weil jeder fehlt, der nicht geboren wird!

Paula von Ketteler

Dieser Beitrag ist auch erschienen in der katholischen Monatszeitschrift “Der Fels” im Maiheft. Probehefte dieser Zeitschrift können angefordert werden unter der Telefonnummer 08191-966744 oder per E-mail: Hubert.Gindert@der-fels.de

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