Die Gegenwart Christi unter der Gestalt des Brotes. Ein Bericht über eucharistische Wunder von Hansjörg Kreuzer:

Der Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 1323 lehrt uns: „Unser Erlöser hat beim Letzten Abendmahl in der Nacht, da er verraten wurde, das eucharistische Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt, damit dadurch das Opfer des Kreuzes durch die Zeiten hindurch bis zu seiner Wiederkunft fortdauere und er so der Kirche, der geliebten Braut, das Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung anvertraue: als Sakrament des Erbarmens und Zeichen der Einheit, als Band der Liebe und österliches Mahl, in dem Christus genossen, das Herz mit Gnade erfüllt und uns das Unterpfand der künftigen Herrlichkeit gegeben wird“ (SC 47).
Das Äußere ist Brot, die Substanz ist der Leib Christi mit Gottheit und Menschheit, mit Leib und Seele. Das ist der Glaube der Kirche seit der Abendmahlsfeier Jesu mit den Aposteln vor seinem Leiden und Sterben.
Eucharistische Wunder bestätigen den Glauben der Kirche und lehren die Ehrfurcht vor dem  Geheimnis der Eucharistie.
Am 25. Dezember 2013 fiel während der Kommunionspendung in Legnica eine konsekrierte Hostie zu Boden. Sie wurde aufgehoben und in einem mit Wasser gefüllten Behälter aufbewahrt. Bald danach erschienen rote Flecken auf der Hostie. Stefan Cichy, der damalige Bischof von Liegnitz, setzte daraufhin eine Kommission ein, die das Phänomen beobachtete. Im Februar 2014 wurden einige Proben zur Untersuchung entnommen. Eine gerichtsmedizinische Analyse ergab, dass es sich dabei um Gewebe handelt, das dem des Herzmuskels entspricht. Die Mediziner stellten Veränderungen an dem Muskel fest, die während des Todeskampfes auftreten. Genetische Untersuchungen ergaben, dass es sich um menschliches Gewebe handelt.
Am 1. Januar dieses Jahres präsentierte Bischof Kiernikowski die Ergebnisse vor der Glaubenskongregation in Rom, die das Eucharistische Wunder nun bestätigt hat. Die Reliquie wird in der Pfarrkirche St. Jacek im heutigen Legnica, zur Verehrung ausgestellt. Die Pfarrei stellt entsprechendes Informationsmaterial für die Besucher zur Verfügung. Bischof Kiernikowski hat weiters angeordnet, Gebetserhörungen und andere übernatürliche Ereignisse in Zusammenhang mit der Reliquie in einem Buch zu sammeln.
Zu diesem Wandlungswunder liegt der Redaktion ein Bekenntnis vor:
„Normalerweise besuche ich jeden Tag die heilige Messe. Das braucht‘s. Aber immer öfter, wenn während der Wandlung der Priester die Hostie hochhält, musste ich mich fast zwingen, zu glauben, dass dies der wahrhaftige Leib Christi ist. Es wurde anstrengend und belastete mich. Da erhielt ich von einem Priester ein Foto auf mein Handy. Es zeigt auf einem Tuch liegend etwas Helles und das geht über in ein Stück Fleisch. Der Priester sagte mir, das Foto zeigt das eucharistische Wunder, wie es sich in Liegnitz am 25.12.2013 ereignet hat. Am 20. April 2016 erschien auf kath net ein Bericht, dass Rom dieses Ereignis von Liegnitz als eucharistisches Wunder anerkennt.
Ja – und seit dieser Zeit erlebe ich täglich die Wandlung ganz neu. Jeden Augenblick kann sich auch vor meinen Augen dieses Wunder ereignen – denn es ist ja der tatsächliche, der lebendige Leib des Herrn, der auf dem Altar auf der Patene liegt. Mein Glaube an die Eucharistie kommt seither aus Überzeugung“.  (Hansjörg K.)

Eucharistisches Wunder
in Buenos Aires
An dieser Stelle sei auch an das eucharistische Wunder in Buenos Aires erinnert, worüber in katholisches info am 5. Juli 2013 erinnert wurde. „Papst Franziskus ließ als Erzbischof von Buenos Aires eine wissenschaftliche Untersuchung über ein mutmaßliches eucharistisches Wunder durchführen, das als Eucharistisches Wunder von Buenos Aires bekannt wurde und sich zwischen 1992 und 1996 zugetragen haben soll. Er selbst suchte jedes Jahr mehrfach die Marienkirche auf, in der die sichtbaren Zeichen des Wunders aufbewahrt werden, um dort eucharistische Anbetung zu halten.
Das Ereignis ist nur wenig bekannt, weil der Pfarrer und seine Gläubigen, wohl nicht ohne Rücksprache mit dem zuständigen Erzbischof, kein mediales Aufsehen wollten. Seit der Wahl Kardinal Bergoglios zum Nachfolger des Apostels Petrus spricht sich die Nachricht dennoch langsam herum.
Die Fakten
Alles geschah in der Pfarrkirche Santa Maria im Viertel Almagro y Caballito in der Altstadt von Buenos Aires. Am 1. Mai 1992, einem Freitag, wurden zwei konsekrierte Hostien auf dem Korporale des Tabernakels gefunden. Auf Anweisung des Pfarrers, Pater Alejandro Pezet, wurden sie in einen Wasserbehälter gelegt und im Tabernakel verschlossen, wie es in solchen Fällen üblich ist. Nach mehreren Tagen hatten sich die Hostien aber nicht aufgelöst. Eine Woche später, am Freitag, den 8. Mai 1992, waren die beiden Hostien wie mit Blut durchtränkt. Am Sonntag, den 10. Mai, wurden während der Abendmesse auch auf der Patene Blutstropfen entdeckt, auf die die konsekrierte Hostie während der Eucharistiefeier gelegt wird. Das Blut wurde von einem Arzt und mehreren Hämatologen untersucht. Alle stellten zweifelsfrei fest, dass es sich um menschliches Blut handelte.
Am 15. August 1996, dem Hochfest Maria Himmelfahrt wurde nach der hl. Messe auf der Rückseite der Kirche eine Hostie gefunden. Der Priester legte auch diese in ein Wasserglas, damit sie sich auflöse. Auch hier geschah die Verwandlung. Darüber wurden umgehend der damalige Erzbischof von Buenos Aires, Antonio Kardinal Quarracino (1990-1998) und dessen Weihbischof Jorge Mario Bergoglio informiert. Dieser beauftragte den Pfarrer, von einem Fotografen alles ablichten zu lassen. Die Aufnahmen wurden nach Rom geschickt.

Wissenschaftliche
Untersuchungen
Als auch nach mehreren Jahren keine Zeichen eines Zerfallsprozesses erkennbar waren, erlaubte der inzwischen zum Erzbischof von Buenos Aires gewordene heutige Papst eine gründliche Untersuchung. Eine Gewebeprobe des Fleischstückes, in das sich 1996 die aufgefundene Hostie im Tabernakel verwandelt hatte, wurde gerichtsmedizinisch untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass es sich mit Sicherheit um den Teil eines Menschenherzens handelt. Wie das pathologische Institut weiter feststellte, musste es sich um das Herz eines noch lebenden Mannes handeln. Es handelt sich um lebende Zellen. Der beauftragten Gerichtsmedizin war die Herkunft der Gewebeprobe nicht mitgeteilt worden, um das Ergebnis in keine Richtung zu beeinflussen.
Vergleich mit Lanciano und dem Grabtuch von Turin
Die Ergebnisse der Analyse wurden schließlich mit jenen von Lanciano verglichen, dem ältesten bekannten eucharistischen Wunder seiner Art. In Lanciano werden sowohl die Reste einer Bluthostie als auch eines menschlichen Herzens aufbewahrt, in das sich eine konsekrierte Hostie verwandelte. Das Wunder ereignete sich in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts. Während der Wandlung verwandelten sich in den Händen eines zweifelnden Mönchs und unter seinen Augen Brot und Wein tatsächlich in Fleisch und Blut. Wie auch neueste wissenschaftliche Untersuchungen bestätigten, handelt es sich bei den seit bald 1300 Jahren verehrten Reliquien um menschliches Blut und menschliches Herzgewebe. Es konnten keine Konservierungsmittel festgestellt werden, die den so langen Erhalt erklären könnten.
Der Vergleich ergab, dass die untersuchten Proben in beiden Fällen von derselben Person stammen. Die Blutgruppe ist jeweils AB+, die weltweit bei rund fünf Prozent aller Menschen vorkommt. Die DNA stimmt in beiden Fällen überein. Zudem gebe es Merkmale, dass der Mann aus dem Nahen Osten stamme. Weitere Vergleiche zeigten dieselbe Übereinstimmung mit dem Turiner Grabtuch und dem Schweißtuch von Oviedo.
Vom Vatikan wurde das Eucharistische Wunder von Buenos Aires (noch) nicht anerkannt. Die Kirche lässt sich damit in der Regel ausreichend Zeit und überstürzt nichts. 

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Eine Antwort auf Die Gegenwart Christi unter der Gestalt des Brotes. Ein Bericht über eucharistische Wunder von Hansjörg Kreuzer:

  1. Werner Kunzen sagt:

    Ich als katholischer Laie war immer überzeugt von der Tatsächlichkeit des eucharistischen Wunders, das ich bei vielen Messen mit erlebt habe. Es hatte mich zutiefst berührt, aber nicht überrascht, daß eine mir bekannte schwerstkranke Frau behauptet hat, hinter dem zelebrierenden Pfarrer nach der Wandlung unseren Herrn Jesus Christus gesehen zu haben. Sie wusste selbst nicht so richtig, ob sie dies mir und meiner Frau, die damals neben ihr im Krankenhausbett lag, sagen soll. Aber sie bemerkte wohl meinen Glauben.
    Warum die frohe Botschaft, unser Evangelium, immer mit so einem Zweifel belegt wird, ist mir schleierhaft.
    Hier sollte die Kirche deutlich offensiver werden und solche unglaublichen Wunder nach aussen vertreten. Ich glaube, das verlangt auch der Plan Gottes.

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