Kreative Minderheiten können auch heute etwas erreichen!

Judith Buttler schrieb 1990 das Buch „Gender-Trouble – Subversion of Identity“ (Subversion der Identität). Damit verfolgt sie ein strategisches Ziel. Denn wer seine geschlechtliche Identität verliert, ist manipulierbar. Papst Franziskus hat die Genderideologie zu Recht als „dämonisch“ und Papst Benedikt XVI. als Aufstand gegen den Schöpfergott bezeichnet.
Um die Unwissenden und die „Gutmenschen“ für die Durchsetzung der Genderziele instrumentalisieren zu können, wird behauptet, Gender diene der Gleichstellung von Mann und Frau in der Gesellschaft und sei Ausdruck menschlicher Freiheit.
Damit die von Judith Buttler inszenierte Kulturrevolution in Deutschland durchgesetzt werden kann, werden die Bildungseinrichtungen dafür eingesetzt. Dies geschieht auf dem Verwaltungsweg der Ministerialbürokratie, konkret über Richtlinien zur Sexualerziehung an staatlichen Pflichtschulen. Es gibt keine Parlamentsdebatten oder –beschlüsse über die Genderideologie, auf die sich solche Vorhaben abstützen könnten.
In den Richtlinien des bayerischen Kultusministeriums zur „Familien- und Sexualerziehung an bayerischen Schulen“ heißt es u.a. (S. 3): „Bereits die derzeit noch gültigen Richtlinien aus dem Jahr 2002 sehen konkret das Thema ‚persönliche und soziale Aspekte der Homosexualität‘ in weiterführenden Schulen vor. In den neuen Richtlinien ist das Thema ‚Sexuelle Orientierung‘ entsprechend dem heutigen Stand der Erkenntnis und seiner Relevanz aktualisiert worden. So legen die Richtlinien beispielsweise fest, dass die Vielfalt der Lebensformen und unterschiedliche sexuelle Orientierungen dabei vorurteilsfrei von der Lehrkraft angesprochen werden“.
Damit dürfen homosexuelle Lebensformen und Orientierungen, die unter den Buchstaben LGBT (Lesbisch-Gay-Bisexuell und Transsexuell) zusammengefasst sind nicht mehr mit normaler menschlicher Sexualität verglichen und bewertet werden. Mit einem damit entkernten und diversifizierten Familienbegriff ist aber auch die Erziehung zur Familie gefährdet.
Das bayerische Kultusministerium versuchte die Kritik an den neuen Richtlinien „auszusitzen“. Protestschreiben wurden monatelang nicht beantwortet. Dem hartnäckigen Bemühen der Initiative von Frau Hedwig von Beverfoerde und der „Elternaktion Bayern“ ist es zu verdanken, dass sich Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle einem Gespräch stellte. Daran nahmen Hedwig von Beverfoerde, Sabine Weigert (Elternaktion Bayern), Prof. Dr. Manfred Spieker und Birgit Kelle teil. Zum Abschluss wurde Kultusminister Spaenle ein 9-Punkte-Forderungspapier übergeben. Spaenle sagte zu, sich mit den überreichten Forderungen und Fragen zu befassen und dazu Stellung zu nehmen. Das Ergebnis ist auch ein Beweis, dass „kreative Minderheiten“ auch heute etwas erreichen können, auch wenn der Minister später auf seinem Vorhaben beharrte.

Hubert Gindert

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Eine Antwort auf Kreative Minderheiten können auch heute etwas erreichen!

  1. Herbert Klupp sagt:

    Es ist gut, auf allen Ebenen gegen diese Irrlehre anzukämpfen. Dabei sollte man im Blick behalten, daß dieser Wahnsinn von „ganz, ganz oben“ verordnet worden ist. Von der UN zur EU, von der EU in die Nationen und Länder, von dort in Universitäten, Schulen, Bildungspläne, usw. Der Vorgang atmet schon etwas totalitäres, bzw man erinnert sich an den „Big Brother“ von 1984 und auch an den Roman „Schöne neue Welt“.

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