Steter Tropfen höhlt den Stein

Die Kampagne für die „Homoehe“ mit Adoptionsrecht für Kinder läuft auf vollen Touren. Das Wochenend-Journal der Augsburger Allgemeinen Zeitung (AZ) vom 6. April 2013 liefert ein weiteres Beispiel dafür. Die Überschrift heißt: „Mütter, Väter, Kind“. Der Untertitel lautet: „Die Gesellschaft ist längst weiter als die Politik. Zu Besuch bei einer Regenbogenfamilie“. Diese ist großformatig abgebildet. Das lesbische Frauenpaar Undine und Natalie und das schwule Männerpaar Torsten und Charly, dazwischen das Kind Arwen. Alle fünf mit strahlendem Lächeln, das eher den „Eindruck einer künstlich und krampfhaft aufgeputschten Fröhlichkeit macht“ (Casetti), denn Nadine und Natalie sind, wie aus dem Text herausgehet, inzwischen kein Paar mehr.
Die Story dieser Regenbogenfamilie, besser einer Viererpartnerschaft, begann, als sich die beiden lesbischen Frauen 2005 entschlossen, ihren „lang gehegten Kinderwunsch“ zu verwirklichen. Sie gaben eine Annonce in einem Magazin auf: „Lesbisches Paar sucht Vater für Kind, Übernahme der Vaterrolle erwünscht“. Nach einer Begegnung mit dem Schwulenpaar Thorsten und Charly beschlossen die vier „ihr Leben so miteinander zu verknüpfen, wie es Eltern eben tun. Für Thorsten und Charly wie auch für Natalie und Undine war klar: Wenn ein Kind, dann nur zu viert“. Aus dieser Beziehung ging das Kind Arwen hervor. Die biologischen Eltern sind laut Bericht Thorsten und Natalie.
„Die Regeln für das Familienleben haben Thorsten und Natalie und ihre Partner schon rechtzeitig aufgestellt“. Die Grundidee: „Familie, zwei autarke Beziehungen“. Konkret heißt das: „Thorsten und Natalie teilen sich das Sorgerecht für Arwen. Während der Woche ist Arwen bei Natalie, an einem oder mehreren Wochenenden im Monat ist sie bei den Vätern (!)“. Das Kind kann sich nicht wehren, wie es in dieser Viererbeziehung herumgeschubst wird.
Um die „Normalität“ dieser Verhältnisse zu betonen und als gesellschaftlichen Fortschritt darzustellen, heißt es im Bericht des Wochenendjournals: „Die Gleichberechtigung homosexueller Paare hat seit Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes 2001 enorme Fortschritte gemacht. Trotzdem wird es immer noch kompliziert, sobald Kinder ins Spiel kommen. Auch das Bild der Familie und ihrer Geschlechterrollenverteilung hat sich seit den Zeiten des ersten deutschen Familienministers Franz-Josef Wuermeling (CDU) gewandelt… aber dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften groß werden, ist deswegen noch längst nicht allgemein akzeptiert. Dabei ist diese Konstellation schon weit verbreitet“. Als Beleg für diese Behauptung wird das statistische Bundesamt bemüht. Danach gibt es rund 23.000 eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Nur in 10% dieser Partnerschaften leben Kinder, insgesamt etwa 7.000. Bei normalen Ehepaaren wachsten in Deutschland rund 10 Mio. Kinder auf. Zur Erinnerung: Im Untertitel dieses Berichtes heißt es: „Die Gesellschaft ist längst weiter als die Politik“. Allerdings ist zu befürchten, dass das Bundesverfassungsgericht und die Politik dem Druck der Homolobby nachgeben und das volle Adoptionsrecht sowie das Ehegattensplitting für die Homosexuellen beschließen werden, wenn nicht die Menschen in großem Stil für das Naturrecht der Ehe und das Recht der Kinder auf die Straße gehen werden. Im Bericht wird kühn behauptet, mit dem Urteil vom Februar 2013 habe das Bundesverfassungsgericht nicht nur klar gestellt: „Dass Partner in eingetragenen Lebenspartnerschaften nicht nur das Recht haben, eigene Kinder des Partners zu adoptieren, sondern auch vom Partner angenommene. Mit diesem Urteil hat das höchste Deutsche Gericht erstmals klargestellt, dass Homosexuelle die Elternrolle genauso gut ausfüllen können wie Heterosexuelle“. Der Einwand, dass Kinder für eine gedeihliche Entwicklung, die Vertrauen in eine treue Zusage aufbaut, beide Eltern brauchen, wird mit einer höchst umstrittenen Studie des Staatsinstituts für Familienforschung der Universität Bamberg von 2009 abgeschmettert.
Wird sich die Homoehe mit Adoptionsrecht für Kinder in großem Stil durchsetzen? Das wird nicht der Fall sein, weil sich ein solches Verhalten gegen die Natur des Menschen richtet.

Hubert Gindert

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Eine Antwort auf Steter Tropfen höhlt den Stein

  1. Eduard Werner sagt:

    Die armen kinder, die in einer solchen Umgebung aufwachsen müssen, tun mir leid.

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