Gehört der BDKJ noch zur Kirche?

Immer wieder fällt der BDKJ durch Erklärungen und Aktionen aus dem Rahmen, von denen man ganz eindeutig sagen kann, dass sie die Lehre der Kirche, ja sogar das Evangelium konterkarieren. Erst jüngst wurde der BDKJ der Diözese Fulda von Bischof Algermissen mit deutlichen Worten gerügt.
Es besteht kein Zweifel daran, dass die Mehrzahl der jungen Menschen in diesem Bund der katholischen Jugend das Gute will und auch viel Gutes tut. Schließlich handelt es sich um Kinder und junge Menschen in ihrer Entwickelung, die noch besonders formbar und beeinflussbar sind und vor allem begeisterungsfähig.
Die Frage stellt sich hier nach der Leitung, die hauptsächlich bis 2014 von Herrn Tänzer ausgeübt wurde, einem Mann, der altersmäßig über der Mitte des Lebens stand. Die Leitung haben jetzt Frauen und Männer, die die Dreißig längst überschritten haben, also keine Jugendlichen mehr sind, denen man noch irgendetwas nachsehen könnte, sondern die voll im Leben stehen. Genauso verhält es sich mit dem priesterlichen Begleiter des Bundes.
Beim BDKJ fällt also besonders auf, dass die leitenden Personen offensichtlich mehr über den Zeitgeist und den politischen Mainstream informiert zu sein scheinen als über den Glauben und die Lehre der Kirche. Hier liegt die Verantwortung ja wohl eindeutig bei der Deutschen Bischofskonferenz von der das katholische Nachrichtenportal Zenit sagte, dass der Leiter der DBK P.Hans Langendörfer SJ sei. Auf den “Fehler“ aufmerksam gemacht, erfolgte durch Zenit keine Korrektur, so dass man annehmen kann, dass es sich hier um keine Freud’sche Fehlleistung sondern um eine bewusste Tatsachenbeschreibung handelte und der Mehrheit der deutschen Bischöfe die Kontrolle über die Institutionen und Gremien längst gewollt oder ungewollt entglitten ist. Die überdeutliche Kritik von Papst Franziskus an diesen Zuständen, die er den deutschen Bischöfen in Rom schriftlich überreichen ließ, wurde hierzulande von den Betroffenen weitgehend totgeschwiegen.
Ist es da ein Wunder, dass viele Gläubige nur noch von einzelnen, wenigen Bischöfen etwas erwarten, aber von der DBK mit ihrem gewaltigen Apparat nur noch Konkursverwaltung und Abwickelung?
Jedenfalls muss man feststellen, dass die Kontrolle und Lenkung des BDKJ durch die DBK völlig versagt. Und man darf ganz ungeniert fragen, ob hinter manchem Treiben im BDKJ nicht das Einverständnis eines großen Teils des Apparates steht.
Der jüngste Streich des BDKJ in Rottenburg-Stuttgart hätte nämlich nicht nur den Ortsbischof sondern die ganze Bischofskonferenz auf den Plan rufen müssen. Was war geschehen? Für Aufsehen sorgte eine Plakataktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Rottenburg-Stuttgart und des württembergischen Landesjugendverbandes der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) gesorgt. Vom 25. November bis 5. Dez wurden in Tübingen an 20 Orten Plakate mit Aussagen wie „Alle Christen glauben an Allah“ und „Alle Muslime glauben an Jesus“ gezeigt. Damit wollten die Verbände nach eigenen Angaben die Gemeinsamkeiten von Islam und Christentum ins Bewusstsein rufen. Siehe dazu:
http://www.kath.net/news/57740
Das klingt harmlos und friedlich und nach Dialog und Gemeinsamkeiten. Aber das ist es nicht und man kann das Ganze nur würdigen, wenn man sich darüber informiert hat, was DITIB ist. Siehe hierzu ausführlich Wikipedia. DITIP ist der verlängerte Arm der türkischen staatlichen Religionsbehörde, die dem Präsidenten Erdogan unterstellt ist und von der türkischen Regierung gelenkt und kontrolliert wird. Inzwischen ragt ihr Arm bis in die deutschen Schulen hinein und richtet Schäden an, von deren Ausmaß wir uns noch gar kein Bild machen können. Siehe hierzu:
http://www.mena-watch.com/der-lange-arm-erdogans-reicht-bis-in-deutsche-klassenzimmer/
Die Lehrer der DITIP sind nach dem gescheiterten Putsch von Teilen der Armee streng gesiebt worden und nur noch linientreue Lehrkräfte, die nicht oder sehr wenig kontrolliert werden, sind auf Schüler in Deutschland losgelassen. Das hinter dem Ganzen ein System steckt, wurde klar, als vor Jahren anläßlich einer römischen Synode der Erzbischof von Izmir erzählte, dass der zweithöchste Imam der Türkei ihm dem Sinne nach gesagt hatte, „wir werden euch besiegen anhand eurer eigenen religiösen und humanen Gesetze.“ Dem Erzbischof wurde untersagt, dieses weiter zu verbreiten, damit der Dialog mit dem Islam nicht gestört würde. Aber die Katze war nun einmal aus dem Sack und ihre Botschaft ging durch das Internet.
Die Verantwortlichen für den BDKJ hätten sich doch darüber klar sein müssen, wie gerade die Kräfte, mit denen sie hier gemeinsame Sache machten, in der Türkei die Christen schikanieren besonders den ökumenischen Patriarchen, keine theologische Ausbildung von Priesteranwärtern erlauben und Kirchen beschlagnahmen, aus der Hagia Sophia, eines der ältesten Heiligtümer der morgenländischen Christenheit, eine Moschee machen wollen und hier in Deutschland in Moscheen und Schulen wühlen. Und die Texte der Plakate „Alle Christen glauben an Allah“ und „Alle Muslime glauben an Jesus“? Man traut ja seinen Augen nicht und fragt sich, ob das überhaupt noch Christen sind, also Menschen die an Jesus Christus glauben, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist und ohne den niemand zum Vater kommt, wie uns die Heilige Schrift und die Kirche in der Nachfolger der Lehre der Apostel sagt. Davon ist wohl beim BDKJ und bei denen, die die Verantwortlichen für diese Kinder und Jugendlichen sind, so gut wie nichts mehr vorhanden. Was DITIP hier in Deutschland alles so treibt, hat gerade heute die Tageszeitung „Die Welt“ uns noch einmal drastisch vor Augen geführt. Siehe hier:
https://www.welt.de/politik/ausland/article160132361/Tuerkische-Imame-spionieren-in-Deutschland-fuer-Erdogan.html
Und so wird uns langsam die ganze Ungeheuerlichkeit dieses gemeinsamen Unternehmens von BDKJ Rottenburg-Stuttgart mit DITIP klar. Und die deutschen Bischöfe, insbesondere der Rottenburger Ordinarius? Das Schweigen im Walde!
Nun mag wohl mancher anführen, dass Christus gesagt hat:Tut Gutes denen, die euch hassen und betet für sie. Und dass die Imame der DITIP und die, die sie gesandt haben, uns nicht lieben sondern eher hassen, dass ist nicht nur in Moscheen zu hören sondern von den Folgen davon wird nun jeden Tag berichtet. Auch wenn die Mainstream-Medien, vor allem die öffentlich-rechtlichen sich bemühen, diese Nachrichten klein zu halten und sie zu frisieren, lassen sie sich nicht mehr unterdrücken, wobei man anerkennen muss, dass einige der großen Zeitungen und Magazine inzwischen begriffen haben, das das Verschweigen von Tatsachen schädlicher ist als sie zu berichten.
Es ist richtig und wahr und vor allem göttlicher Auftrag, dass wir Gutes tun sollen, denen die uns hassen und verfolgen. Aber es ist uns nicht von Jesus geboten, dass wir mit ihnen gemeinsame Sache machen sollen zum Schaden der Verbreitung des Evangeliums und die Grenzen zwischen der Gottesauffassung des Islam und des Evangeliums zu verwischen.
Das zu diesem Treiben die Deutsche Bischofskonferenz schweigt und es duldet, ist ein unfassbarer Skandal, der gar nicht laut genug beklagt werden kann. Geht es wirklich nur noch un geistliche Konkursverwaltung und Abwickelung?
Und so muss man denn fragen: Ist der BDKJ noch Kirche oder ist er wie manche andere Vereinigung, die noch von der Kirche aber nicht für sie lebt, lediglich eine Nichtregierungsorganisation?
Es ist die Aufgabe der Bischöfe, diese Frage zu klären und zu beantworten.

Michael Schneider-Flagmeyer

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