Stellungnahme des „Forums Deutscher Katholiken“ zum Wort der Deutschen Bischofskonferenz zu „Amoris Laetitia“.

Die Deutschen Bischöfe haben am 23. Januar in einem Wort zu “Amoris Laetitia“
die individuelle Gewissensentscheidung als Zulassungskriterium für den Kommunionempfang geschiedener Wiederverheirateter dargestellt. Das erinnert an die „Königsteiner Erklärung“ zur Empfängnisregelung nach dem päpstlichen Schreiben „Humanae vitae“. Der klare Hinweis, dass sich das Gewissen an der Lehre der Kirche ausrichten muss, würde viele Unsicherheiten beseitigen.
Der Verzicht geschiedener Wiederverheirateter, die ehelich zusammenleben auf den Empfang der Sakramente kann zweifellos schmerzlich sein. In der Situation der katholischen Kirche in Deutschland ist es schwierig, einen solchen Verzicht zu vermitteln, weil das Kreuz und der Satz Jesu: „Wer mir nachfolgen will, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ ( Mt.16,24) aus der Katechese ausgeklammert wird. Wenn dieser Kernsatz der Botschaft Jesu in Predigt und Katechese nicht wieder seinen gebührenden Platz bekommt, ist nur mehr ein Wohlfühlchristentum zu vermitteln.

Prof.Dr.Hubert Gindert

Print Friendly
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Presseerklärungen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten auf Stellungnahme des „Forums Deutscher Katholiken“ zum Wort der Deutschen Bischofskonferenz zu „Amoris Laetitia“.

  1. Mathias Wagener sagt:

    Nach außen kleinhalten ? Diese Schlußfolgerung des grundrichtigen Ansatzes kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen. Was Herrn Dommer angeht, so ist seine Kritik Ausdruck der Intoleranz gegen gläubige Katholiken und ein weiterer Kotau gegenüber den Zerstörern.

  2. Eduard Werner sagt:

    Es geht nur wenigen Menschen wirklich um die Kommunion. Es geht den meisten darum, aus der lauen Praxis heraus allmählich auch die Lehre zu verändern. Wenn man damit auch noch die Kirche als hartherzig und rückständig darstellen kann, so gefällt das diesen Leuten umso besser. Also sollte man das Thema nach außen klein halten.

  3. Eberhard Dommer sagt:

    Ich finde es gut dass die DBK wie auch unser Papst die Menschen in Glaubensnot nicht aus den Augen verlieren!!
    Ich bin überzeugt, Jesus wäre nicht so engstirnig und so ist mein Eindruck rückwärtsgewandt wie die Kommentatoren, er würde vergeben, sie ermahnen aber auch zu Tische laden!

    • KH sagt:

      Es gibt verschiedene Arten eines Kreuzweges. Bei manchen Arten wie z.B. Behinderung, Krankheiten, Probleme mit Kindern und Enkeln etc. haben wir keine Wahl. Wir müssen es annehmen oder gegen Gott rebellieren.
      In dem Fall der geschiedenen Wiederverheirateter gab es eine Wahl und viele haben sich für den falschen Weg entschieden und suchen nun eine Rechtfertigung und Absolution für den falschen Weg.
      Es ist aber doch so, daß zu einer gültigen Beichte „Einsicht, Reue und Wiedergutmachung“ gehören.

  4. Mathias Wagener sagt:

    „Wie es Euch gefällt“ ist das Leitmotto der DBK. Im Grunde genommen wird die Kommunion nicht für Ernst genommen und zu einer reinen symbolischen Handlung nach dem Vorbild anderer sich christlich nennender Gemeinschaften herabgestuft.
    Die Kirche schafft sich damit selbst ab, wenn sie ihre Lehre verleugnet.
    Mit „Wohlfühlchristentum“ ist der Sachverhalt treffend dargestellt, obwohl der zweite Teil des zusammengesetzten Wortes eigentlich dann entbehrlich ist. Wohlfühlen ist alles. Was soll da noch Kirche ? Als Rahmen und Ort noch für theatermäßig gemeinte Verse, mehr doch nicht.

    • bernhard sagt:

      Die Frage ist doch die: Ist die Eucharistie (der Leib Christi) Lohn für die „Heiligkeit“, oder nicht vielmehr „Medizin für die Heilung“? Und Jesus würde hier wohl auch sagen: „Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken!“ (Übrigens: Beim Abendmahl war Judas dabei und Jesus hat es die Kommunion nicht verweigert! Er hat sogar seinen Jüngern gesagt, was ihr an mir seht, das tut ebenso! Folgt mir nach!) oder gilt das nur für das Kreuz, wie manche Frommen hier meinen.

      • Mathias Wagener sagt:

        Mit derart allgemeinen Redensarten läßt sich doch nun wirklich nicht diskutieren. Bernhard verkennt das Wesen der Kommunion.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*