„Christliche Amtskirchen ohne Rückgrat?

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sagt in Art. 139: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt.“ Kann man tatsächlich nach dem Verfassungsgerichtsurteil vom November 2016 mit der Relativierung der stillen Feiertage, des Karfreitags, noch davon sprechen? Dazu äußert der Gesprächskreis „Christsozialer Katholiken“ (CSK) in seiner Pressemitteilung vom 7. Dezember 2016: „Mit einigem Befremden stellen wir ChristSoziale Katholiken in der CSU fest, dass Kardinal Marx für die Katholiken erst nach einer Woche Bedenkzeit weiß, was die vorgebliche Neutralitätsstunde geschlagen hat. Hier soll sichtlich die Grundorientierung der Gesellschaftsordnung untergraben und schließlich eliminiert werden.“ Der Sprecher der CSK, Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel sagt: „Desinteressiertheit an der eigenen Identität und Präsentation sind den Beobachtern der Protestantenszene nicht neu. Dass allerdings der eigene Glaubensauftrag nur mehr dann auf dem Spiel zu stehen scheint, wenn die von Dritten eingeforderte Gleichbehandlung angegriffen wird, kommt einer Bankrotterklärung der eigenen Mission gleich.“
Das Statement auf eine Kirche, die freiwillig abdankt, könnte kaum drastischer ausfallen.

Hubert Gindert

Print Friendly
Dieser Beitrag wurde unter Der Fels veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *