Zur Diktatur der Genderideologie Der hessische Lehrplan für Sexualerziehung fordert den Protest heraus

Eine Übersicht von Hubert Hecker:
1. Frühsexualisierung und Überforderung der Kinder
Schon den Kindern der Grundschule soll ein ‚Sexualverhalten’ eingeredet werden, das sie in der Latenzzeit nicht haben. Erst recht ist es eine Überforderung, ihnen das Thema ‚gleichgeschlechtliche Partnerschaften’ aufzudrängen.
Die 10- bis 12-jährigen brauchen Zuwendung und klare Grenzziehungen. In der pubertären Orientierungsphase ist die geforderte Beschäftigung mit Bi-, Homo- und Transsexualität ebenso verwirrend wie hinderlich für die kindliche Entwicklung.
2. Fehlende Werteerziehung
Dem Konzept der hessischen Sexualerziehung liegt ein reduktionistisches Menschenbild zugrunde. Der Lehrplan beschränkt die Themenbehandlung auf Instrumente psycho-sozialer Bewältigung der sexuellen Impulse. Die Geschlechter-Erziehung sollte aber Orientierung leisten und Perspektiven aufzeigen:
• Von Liebe und Treue ist nicht die Rede, obwohl diese Lebensziele laut Shell-Jugendstudie bei der Mehrzahl der Jugendlichen einen höchsten Stellenwert haben.
• Die Perspektive auf Ehe und Familie hin soll kein Thema der Geschlechter-Erziehung sein, obwohl das Hessische Schulgesetz genau das vorschreibt.
• Es gehört zur menschlichen Würde und Fähigkeit, neues Leben zu geben und wachsen zu lassen. Aber eine perspektivische Orientierung auf Mutterschaft und Vaterschaft ist nicht vorgesehen. Schlimmer noch: Der Lehrplan redet vorwiegend negativ über ‚Kinder kriegen‘ – pointiert Verhütung und Abtreibung
3. Unterschlagung der Bedeutung von Ehe und Familie
Bei den 30 ‚verbindlichen Themen und Inhalte‘ des Lehrplans für alle vier Altersgruppen soll nicht ein einziges Mal die Familie der Mehrheitsgesellschaft (Vater, Mutter, Kind/er) behandelt werden. Die vom Grundgesetz Art. 6 privilegierte und geschützte Werteinstitution ‚Ehe und Familie‘ soll in der Schule unter den Tisch fallen. Die Lehrer sollen das Verfassungsgebot des Landes Hessen missachten. Dort bezeichnet der Artikel 4 ‚Ehe und Familie als Grundlage des Gemeinschaftslebens‘. Schließlich verstößt der Lehrplan gegen das hessische Schulgesetz. Nach Paragraf 7 soll Sexualerziehung ausdrücklich die ‚grundlegende Bedeutung von Ehe und Familie vermitteln’. Damit ist ein politischer Skandal gegeben: Der Lehrplan verlangt von den Lehrern gesetzwidriges Verhalten.
4. Statt der Normalfamilie der Mehrheitsgesellschaft defizitäre Familienformen
Statt der primären Themenbehandlung der klassischen Familie als Familienmodell der Mehrheitsgesellschaft sollen die Unterrichtenden den Kindern ausschließlich defizitäre Familiensituationen vorstellen (z. B. Patchworkfamilien, Alleinerziehende, Pflegefamilien, gleichgeschlechtliche Partnerschaften). Es ist absurd, dass die Behandlung der Familienform, in der die meisten Schüler aufwachsen, in der Schule nicht vorgesehen ist.
5. Gender-orientiertes Konzept
Statt Grundlegendes über die Bedeutung der bipolaren Ehe und Elternschaft zu erfahren, sollen die Schüler in jeder Alterstufe auf wertschätzende Akzeptanz von unterschiedlichen geschlechtlichen Identitäten wie Hetero-, Bi-, Homo-, Trans- und Intersexualitäten getrimmt werden. Diese Formulierungen machen die Gender-Orientierung des Lehrplans deutlich. Nach der Gender-Theorie soll die Geschlechtsentwicklung in beliebige sexuelle Variationen gedreht werden können. Die Kehrseite dieser maßlosen Geschlechterdifferenzierung (70 Variationen auf Facebook) besteht in der Abwertung von Ehe und Familie. Die Formel von der ‚sexuellen Vielfalt‘ ist darüber hinaus eine Kampfansage gegen das sognannte ‚heteronormative‘ Leitbild unserer Verfassung und Gesellschaft. Daraus wird erklärlich, warum Homo-Lobby und linke Grüne die Worte von der grundlegenden Bedeutung von Ehe und Familie hassen und verbannen wollen. Und der CDU-Minister lässt sich zum Handlanger dieser Lobby-Gruppen machen.
6. Sexperten der Lobby-Gruppen auf die Kinder loslassen
Vor 10 Jahren hatte pro familia sogenannte ‚Sexperten‘ in die hessischen Schulen geschickt. Daraufhin untersagte der Lehrplan von 2007 solche externe Beeinflussung mit der Vorschrift: „Der Sexualkundeunterricht kann nicht an außerschulische Personen, Verbandsmitglieder oder Beratungseinrichtungen delegiert werden. Nur die schulischen Lehrkräfte sind für die Sexualerziehung befugt“. Der neue Lehrplan hat diese Passage gestrichen. Stattdessen soll sich die Schule wieder für externe Lobbygruppen öffnen können – etwa schwul-lesbische Sexperten. Das ist inakzeptabel bei dem werte- und persönlichkeitssensiblen Thema Sexualerziehung.
7. Verstoß gegen das Indoktrinationsverbot
Nach mehreren Urteilen des Bundesverfassungsgerichts dürfen die Eltern Zurückhaltung und Toleranz bei den Themen der schulischen Sexualerziehung erwarten. Auch die einseitige Förderung und Forderung nach ‚wertschätzender Akzeptanz‘ von nicht-heterosexuellen Lebensformen ist verfassungswidrig. Diese Lehrplan-Vorgabe verstößt gegen das Indoktrinationsverbot. Wie im Politik-Unterricht müssen auch bei der Sexualerziehung gegensätzliche Wertvorstellung kontrovers vorgestellt werden. In diesem Fall muss die These von der Gleichwertigkeit nicht-heterosexueller Orientierungen als umstritten vermittelt werden.
8. Eine Lehrplan-Korrektur ist unumgänglich
Der Lehrplan ist gegen den Mehrheitsbeschluss der hessischen Elternvertreter und den Einspruch der katholischen Bischöfe eingeführt worden. Er verstößt in mehreren Punkten gegen die Bundes- und Landesverfassung. Das hessische Schulgesetz wird ausgehebelt. Die Familienform der Mehrheitsgesellschaft wird ebenso missachtet wie die Wertvorstellungen der meisten Eltern. Stattdessen wird die Agenda von kleinen Homo-Lobby-Gruppen als „Leitbild“ der Sexualerziehung übernommen.
Eine Neukonzeption des Lehrplans ist unumgänglich. Die Korrektur hat selbstverständlich den schulgesetzlichen Auftrag zu erfüllen, nach dem die ‚Bedeutung von Ehe und Familie‘ an erste Stelle der Geschlechter-Erziehung zu setzen ist. Das Leitbild des Lehrplans als gender-orientierte ‚Sexualpädagogik der Vielfalt‘ ist wegen der Indoktrinationstendenz zurückzunehmen.

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