Der Kommentar eines im Saarland lebenden Katholiken zum Ergebnis der Landtagswahl vom 26.3.2017.

Seit gut 23 Jahren Jahren lebe ich im Saarland und lebe sehr gern dort in dem Dreiländereck mit seinen freundlichen Menschen. Im Saarland gehen die Uhren ein wenig anders als im „Reich“, wie die alten Saarländer noch immer sagen. An der Saar war man immer durch die dominierende Kohle- und Stahlindustrie etwas mehr sozial eingestellt als in anderen Gegenden Deutschlands.
Nun hat das Saarland gestern den neuen Landtag gewählt. Und das Ergebnis überrascht doppelt. Einmal hat sich die CDU hier wieder als dominierende Volkspartei erwiesen. Und zum anderen – für mich das entscheidendste Ergebnis, hat sich die ganze überragende Pro-links-Propagandamaschinerie als nutzlos erwiesen. Diese Maschinerie besteht aus den öffentlich-rechtlichen Medienanstalten, den sogenannten Meinungsforschungs-Instituten, dem riesigen Apparat der Druck-Medien und sogar aus Teilen der Kirche, wobei man wissen muss, dass das Saarland einmal das katholischste Bundesland ist oder war. Und dieser ganze Apparat hat mehr oder weniger deutlich für die Linke- vor allem für die SPD mit ihrem neuen Hoffnungsträger – gekämpft. Gegen alle Voraussagen und alle Kaffeesatzleserei hat das Ergebnis alle überrascht, obwohl jetzt viele aus dieser Maschinerie so tun, als wäre dieses doch vor allem in den letzten Tagen so voraussehbar gewesen. Nur wenige dieser „Experten“ geben ihren Irrtum zu.
Das Ergebnis bringt der CDU an der Saar etwas über 40 %, der SPD, die sich diese „Experten“ als Sieger wünschten, keine 30 %. Nun haben sich einige damit getröstet, dass die AfD , die wieder mit allen negativen Attributen belegt wurde, nur knapp über 6 % kam und während man das Ergebnis der anderen Parteien nicht auf den Bund übertragen wollte, sah man im AfD-Ergebnis einen Niedergang dieser „rechtspopulistischen“ Partei für ganz Deutschland. Viele aus dieser Politik- und Medien-Maschinerie, ja selbst aus höchsten Kreisen der Kirche, versuchen in dieser neuen Partei, von der keine geringere Zeitung als die Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ diese in der Mitte der Gesellschaft sieht, dem Wähler die AfD als Beelzebub zu verkaufen. Hier soll keine Propaganda für die neue „Alternative“ gemacht werden; denn der Schreiber dieser Zeilen ist seit 32 Jahren Mitglied der CDU. Auch der Rauswurf der Grünen aus dem Landtag scheint mir zu wenig gewürdigt.
Dass die AfD im Saarland so schwach ist, liegt an den besonderen Verhältnissen dieser Partei hier, die selbst ihre negativen Schlagzeilen – wie bekannt – machte.
Was mir wichtig an diesem Ergebnis ist, ist dass gegen die massivste Propaganda aus allen Rohren der saarländische Wähler sehr viel aufgeklärter und informierter ist, als die Auguren das wahr haben wollen. Und man kann gespannt sein, ab sie etwas daraus lernen. ich fürchte, dass die ideologischen Bretter vor den Köpfen dieses verhindern werden.

Michael Schneider-Flagmeyer

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2 Antworten auf Der Kommentar eines im Saarland lebenden Katholiken zum Ergebnis der Landtagswahl vom 26.3.2017.

  1. Helena sagt:

    Zu dem was sie, Herr Dr. Schneider-Flagmeyer über Pro-links-Propagandamaschinerie schreiben und wenn wir ihre möglichen Folgen bedenken, möchte ich ergänzen, dass ich grade mit Entsetzen gelesen habe, dem Politiologen Herrn Professor Pazelt (CDU), wurde von Unbekannten das Auto angezündet.

    • Mathias Wagener sagt:

      Das wird natürlich nicht in den Nachrichten im Stundentakt wiederholt. Die Medienlandschaft ist nur noch postfaktisch ausgerichtet bei sehr wenigen Ausnahmen.

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