Auch Moslems haben das Recht Christus kennen zu lernen. Die Nachfrage ist groß.

Es gibt einen missionarischen Aufbruch – bei uns. Tatsächlich? Ja. denn es gibt Leute, die sich vom Wort Jesu ergreifen lassen: „Geht hin und macht alle Menschen zu meinen Jüngern!“ (Mt 28,19-20)
Diese Missionare lassen sich vom Pfingstlichen Geist erfassen, und nicht von denen einschüchtern, die ihnen ein lautes Stopp zurufen: „Christliche Mission“ sei eine Zumutung, weil sie gegen die politische Korrektheit und den Mainstream ist. Allenfalls könne man in Dialogkonferenzen und „Gesprächskreisen“ mit Juden, Moslems und Atheisten die Lehre Christi als „unverbindliche Meinung“ ins Gespräch bringen.
„Christliche Mission“ geht heute in Deutschland nicht von den Kirchenleitungen, d.h. von der Bischofskonferenz oder von kirchlichen Laiengremien, wie dem ZDK, aus, sondern von Christen unterschiedlicher Konfessionen.
Das vorhandene Arbeitsfeld ist groß. Es umfasst die rund 90% Christen beider Konfessionen, die kaum mehr Kontakt zu ihren Kirchen haben. Das ist rund die Hälfte der deutschen Gesamtbevölkerung. Hinzu kommt die andere Hälfte, die keiner Kirche bzw. der Moschee angehört. Die Moslems sind durch den Massenzuzug der Jahre 2015 und 2016 zahlenmäßig gewaltig verstärkt worden. Um die Moslems nimmt sich vor allem das christliche Missionswerk Elijah21 an.
„Elijah21 (info@elijah21.org) beschreibt sich als „ein Zusammenschluss von Christen aller Denominationen, die dazu beitragen möchten, geflohene Menschen willkommen zu heißen. Die Mitglieder unterstützen den missionarischen Auftrag der Kirche, die Jesus hier und jetzt dazu aufruft, die mit seiner frohen Botschaft zu erreichen, die in Europa Schutz und Frieden suchen, denn dazu hat euch der Herr in alle Welt gesandt, dass ihr durch Wort und Werk für seine Stimme Zeugnis ablegt‘ (Papst Franziskus).“ Elijah21 erläutert seine Arbeit und Intentionen wie folgt: „Elijah glaubt, dass wir Christen die Antwort hierauf (auf die Fragen von Moslems) in unseren Händen halten: Das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.“
Elijah21 berät die gastgebenden Gemeinden und hat auf der Homepage www.elijah21.org ein kostenloses Starterpaket zusammengestellt. Es besteht aus fünf Dokumenten und beinhaltet alles, was eine Kirchengemeinde benötigt, um einen Jesusfilmabend zu organisieren. „Elijah21“ organisiert, zusammen mit Kirchengemeinden, Jesusfilmabende.
Elijah21 bietet den gastgebenden Gemeinden an, die Jesusfilm-Veranstaltungen bundesweit mit seinem Team zu besuchen … Ziel der Veranstaltungen ist es, die Liebe Jesu durch eine persönliche Begegnung mit den Gastgebern in den Gemeinden und durch die Vorführung des Jesusfilmes an Flüchtlinge weiterzugeben, damit die Gäste sich über unseren christlichen Glauben informieren können und von der frohen Botschaft berührt werden … Nach unserer Erfahrung ist es möglich, dieses Ziel zu erreichen. Wir sind jedes Mal überrascht, wie viele Menschen aus den Flüchtlingsunterkünften, darunter überwiegend Muslime, offen und interessiert sind, zu erfahren, was und vor allem an wen wir Christen glauben … Aus den gastgebenden Gemeinden erfahren wir, dass sie oftmals noch keinen Weg gefunden haben, die geflohenen Menschen in ihrem Umfeld auf Jesus Christus anzusprechen … Wir leben in einem Land, das die Religionsfreiheit garantiert. Dazu gehört es auch, dass Nichtchristen den Weg zu Jesus Christus finden können, wenn sie es möchten. Und wir selbst nehmen unsere Religionsfreiheit wahr, wenn wir Informationen über unseren Glauben anbieten.“
Elijah21 hat vom 19. Juli 2016 bis 23. Dezember 2016 elf Veranstaltungen der beschriebenen Art durchgeführt. Ab März 2017 bis September 2018 sind monatlich acht Jesusfilmabende mit jeweils 100 Gästen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen mit örtlichen Gemeinden geplant.
Das Beispiel einer solchen Veranstaltung kann das skizzierte Bild abrunden. Am 6. April 2017 wurde von einem Team von Elijah21 und Pfarreimitgliedern der katholischen Pfarrei „Christus Erlöser“ (St. Stephan) in München Neuperlach eine Begegnungsveranstaltung durchgeführt. An diesem Tag wurden syrische, irakische, iranische und afghanische Flüchtlinge zu einem Jesusfilm-Abend für den nächsten Tag in der „Christus-Erlöser-Gemeinde“ eingeladen. Die Flüchtlinge wurden mit einem Bus aus drei Heimen abgeholt und trafen zwischen 18:15 Uhr und 18:45 Uhr in der Gemeinden ein, wo sie vom Helferteam erwartet wurden. Es gab zunächst ein Essen für die Gäste und eine Begegnung zwischen Flüchtlingen und Pfarrgemeinde. Anschließend wurde der Jesusfilm in zwei Räumen in Farsi und Arabisch gezeigt. Danach gaben Konvertiten Zeugnisse in Arabisch und Farsi. Im Anschluss daran konnten sich die Gäste am Büchertisch eine Bibel (Neues Testament) in ihrer Muttersprache mit nach Hause nehmen. Nach bisherigen Erfahrungen interessieren sich rund 30% der Teilnehmer einer ersten Informationsveranstaltung weiter für das Christentum.
Die Initiative Elijah21 ist der schlagende Beweis dafür, dass es möglich ist, auch im 21. Jahrhundert das Wort Christi wirksam zu verkünden – auch an Moslems! Natürlich kommt die Begegnung mit den am Christentum Interessierten auch an einen Kreuzweg. Denn die weitere Glaubensunterweisung geschieht im katholischen Glauben oder in einer der reformatorischen Glaubensrichtungen, weil wir noch keine volle Einheit im Glauben und in den Sakramenten haben. Die Interessenten sollen sich freiwillig für einen Weg entscheiden.
Die staatliche Gemeinschaft müsste Initiativen, wie Elijah21, dankbar sein, weil sie den entscheidenden Beitrag für die Integration in die europäische Kultur erbringen. Denn diese steht – selbst wenn sie das selber nicht mehr weiß – auf christlichem Boden.

Hubert Gindert

Bild: Jenö Zeltner

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Eine Antwort auf Auch Moslems haben das Recht Christus kennen zu lernen. Die Nachfrage ist groß.

  1. Ado Greve sagt:

    Die Initiative ELIJAH21 verdient großes Lob. Sie tut, was Jesus seiner Gemeinde aufgetragen hat: „Geht hin in ALLE Welt und macht ALLE Nationen zu Jüngern … und lehrt sie ALLES zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch ALLE Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“ (Mat. 28, 19-20). Jesus hat ALLE im Blick.
    Ich bin sehr dankbar für die hingebungsvolle Arbeit von ELIJAH21. Von verschiedenen Veranstaltungen, die von ELIJAH21 durchgeführt wurden, weiß ich, dass sich dadurch Muslime für den Glauben an Jesus Christus geöffnet haben. Es ist zu wünschen, dass alle Kirchengemeinden diese Möglichkeit nutzen, suchenden Menschen – dazu gehören auch viele Muslime – den Glauben an Jesus Christus nahezubringen und sie anschließend in ihrem Weg mit Jesus zu unterstützen.

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