Wenn die Schöpfungsordnung außer Kraft gesetzt ist, gibt es kein Halten mehr

Paulus beschreibt im Römerbrief den Lasterkatalog einer zügellos gewordenen heidnischen Gesellschaft mit den Worten … „weil sie der Lüge anstelle der Wahrheit folgten und dem Geschöpf Verehrung und Anbetung erwiesen anstelle des Schöpfers … so gab denn Gott sie schmählichen Leidenschaften preis: ihre Frauen verloren sich in übernatürlichem Umgang, statt dem natürlichen, ebenso setzten Männer die natürliche Beziehung der Frau hintan und entbrannten in zügellosem Begehren zueinander …“ (Röm 1,25 – 27). Trotzdem kamen diese Menschen nicht auf die Idee vom Staat zu verlangen, dass ihr Treiben sanktioniert und homosexuelle Partnerschaften der Ehe gleichgestellt werden sollten. Ein solches Maß an Gleich-Gültigkeit ist unserer Zeit vorbehalten.
In Kolumbien ist am 3. Juni 2017 eine Verbindung von drei Männern offiziell als Ehe zu dritt, „trieja“ genannt, registriert worden. „Wir sind eine Familie, die in Polyamorie lebt“, sagte einer der drei Männer. Seit 2016 ist in Kolumbien die homosexuelle Partnerschaft als Ehe offiziell zugelassen. Homosexuelle Partnerschaften haben auch das Recht, Minderjährige zu adoptieren. German Rincon, der Anwalt des kolumbianischen Verbandes der Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen konstatierte: mit diesen Dreierbeziehungen „wird anerkannt dass es noch andere Formen der Familie gibt“ (Augsburger Allgemeine Zeitung, 14.6.17). Sollten wir nicht besser zur gottgewollten Schöpfungsordnung zurückkehren?

Hubert Gindert

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2 Antworten auf Wenn die Schöpfungsordnung außer Kraft gesetzt ist, gibt es kein Halten mehr

  1. Fraglos sollten wir dies, lieber Herr Professor, fraglos.
    Doch mit Verlaub: wie sollten wir dies wohl anstellen?
    Mit der „C“DU? Deren Vorsitzende bei der Bundestagsabstimmung bei der sog. „Ehe für alle“ als dialektisch geschulte ehemalige FDJ-Sekretärin dieses Ergebnis überhaupt erst möglich machte, aber selbst taktisch gewieft mit Nein stimmte, um bei der Wahl wieder scheinheilig als schützende Über-Mutti der verstörten Konservativen auftreten zu können?
    Wohl kaum.

    Mit dem rot-grün-dunkelroten Rest?
    Noch weniger.

    Wie dann?
    Mein Vorschlag: Mit Distanz, Reflektion, Analyse.

    Zuallererst Distanz zu Gefühlen, emotionalen Kurzschlüssen und verbalen Amokläufen. Dann die realen Tatsachen – und wie es dazu kommen konnte – aufgrund der eigenen Erfahrung reflektieren. Die Ergebnisse der gesellschaftlichen Umgestaltung, die offenkundigen Zusammenhänge und geschichtlichen Abläufe anschließend analysieren. Und dann folgt der Schritt, welchen mit Sicherheit die allerwenigsten gehen werden: Aus der Analyse die erforderlichen Schlußfolgerungen ziehen…

    Aktuell greift die Übernahme der sog. „Gender“-Familienkonzeption in CDU und CSU wie ein Buschfeuer um sich. In Hessen und Bayern „gendern“ unionsgeführte Regierungen, in anderen Bundesländern postulieren Gliederungen der Union dieses Gedankengut. Frau Merkel hat den Komplettumbau der Partei zur Grünen-Kopie de facto abgeschlossen (lesenswert: http://www.cicero.de/berliner-republik/die-cdu-immer-gruener). Wenn man nicht den Ausbruch einer Art politischen BSE’s vermuten will, wird man getrost von einer gezielten Choreographie ausgehen können, die Union wird gerade zusehends „top-down“ zum bloßen Modul eines einheitlich buntorientierten Parteienkartells umgekrempelt.
    Aber, Hand auf’s Herz: Bereits in den 50er und 60er Jahren hatte die „gute, alte CDU“ die Grundlagen der heute triumphierenden Gender-und Homosexualismus-Revolution in der „Großen Strafrechtsreform“ gelegt hatte. Schaut man sich mal konkret an, was damals im Einzelnen geändert wurde – Ehebruch (§ 172 StGB a F.), Unzucht zwischen Männern (§ 175 StGB a F.), Widernatürliche Unzucht (§ 175b StGB a F.), Kuppelei (§ 180 StGB a F.), Verführung Minderjähriger (§ 182 StGB a F.), Verbreitung unzüchtiger Schriften (§ 184 StGB a F.) und Kindstötung (§ 217 StGB a F.) – findet man quasi den Samen der heute in Blüte stehenden permissiven Gesellschaft, die jede Abnormalität akzeptiert und nahezu jede Perversion gutheißt. Da diese umwälzenden Änderungen unter CDU-Ägide stattfanden, wurden sie bezeichnenderweise auch nicht nach der sog. „geistig-moralischen Wende“ 1982 korrigiert…
    Soweit erstmal in aller Kürze. Ausführlicher habe ich mich dazu auf kirchfahrter.wordpress.com ausgelassen. Schauen Sie mal rein…

    • Johannes Friedrich sagt:

      Eine Rückkehr wäre durhaus möglich, haben wir doch eine Alternative. Das Problem ist nur, daß diese, wie alle die sich dem Zeitgeist widersetzen, mit der Nazikeule erschlagen werden.

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