Ökumenische Einheit ist der Wahrheit verpflichtet

Der „Ökumenebischof“ der Deutschen Bischofskonferenz Gerhard Feige hat zu weiteren Schritten gegen die „konfessionelle Spaltung“ aufgerufen. Sie sei „zu einem großen Teil dafür mitverantwortlich, dass das Christliche und Kirchliche in unserer Gesellschaft an Bedeutung und Glaubwürdigkeit verloren hat“ (Konradsblatt, 25/2017, S. 4).
Natürlich kann die konfessionelle Spaltung dazu führen, dass außerkirchliche Beobachter sagen, wenn die christlichen Kirchen selber nicht wissen, was sie wollen, ist Missionierung zwecklos. Es gilt das Wort Christi: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir und ich in dir … damit die Welt zum Glauben komme, dass du mich gesandt hast“ (Joh 1721). Aber diese Einheit gilt für die Wahrheit. Die Einheit unter den Christen muss dem Wort Christi und den Geboten Gottes entsprechen. Eine Überwindung der „konfessionellen Spaltung“ erhöht die Bedeutung und Glaubwürdigkeit der Kirchen nicht, wenn sie z.B. in Fragen von Ehescheidung und Wiederverheiratung, der Homosexualität, der Abtreibung, der Gentechnologie, der Genderideologie, der Euthanasie die gleiche Sprache sprechen, aber nicht mit dem Wort Gottes in Einklang stehen.
Das Gewicht und die Glaubwürdigkeit der Kirchen nimmt auch nicht zu, wenn sie im ökumenischen Gleichklang zu wichtigen Fragen, bei denen man eine Stellungnahme erwarten kann, schweigen oder nur das Echo des Mainstreams wiedergeben.

Hubert Gindert

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Eine Antwort auf Ökumenische Einheit ist der Wahrheit verpflichtet

  1. Mathias Wagener sagt:

    Wenn ich schon von „Spaltung“ höre. Diese gibt es nicht. Es gibt nur eine einzige unteilbare Kirche. Selbst wenn man das nicht verstehen will, ist doch die Übernahme der deutlich von Professor Gindert bezeichneten Irrungen nicht hilfreich. Im Übrigen darf man auch nicht die Diözesen deutschlands getrennt sehen, sondern die Weltkirche und da gibt es eben noch andere christliche Denominationen von großer Bedeutung.

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