Christus naht, das Licht der Welt

Vielsagend ist die Symbolik der Weihnachtszeit. Der Adventkranz ist rund, die ganze Erde und alle vier Himmelsrichtungen darstellend, und grün, die Farbe der Hoffnung. Die vier Kerzen stellen die vier Jahrtausende Heilsgeschichte dar. Jede entzündete Kerze, gemäß den vier Adventsonntagen, vermehrt das Licht und vertreibt die Dunkelheit, denn es naht Christus, das Licht der Welt. Der Advent erinnert an das 3fache Kommen Christi: 1. Als Kind in Betlehem – 2. Sein Kommen in der Eucharistie – 3. Zum Weltgericht. Der Retter Jesus Christus wird alle, die in der Gnade Gottes (d.h. ohne schwere Sünde) sterben, heimholen in das Reich des Lichtes, in den Himmel. Advent ist Vorbereitung auf die Begegnung mit Gott. Advent ist eine Bußzeit, eine Zeit der ernsten Vorbereitung auf das Kommen Jesu Christi.
Am 8. Dezember feiert die Kirche das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. In ihr ist schon verwirklicht, was wir ersehnen: Die Vereinigung mit Gott in seinem Reich des Lichtes und der Liebe. Die Unbefleckte weist den Weg: Wir sollen rein werden von aller Sünde als Vorbereitung auf das Kommen Christi.
Endlich am 24. Dezember: Weihnachten! Der hell erleuchtete Christbaum stellt Christus dar als „Baum des Lebens“, voll des Lichtes und der Gaben. Er selbst liegt als Gabe Gottes in der Weihnachtskrippe: Gottes Sohn ist Mensch geworden, um alle Menschen von Tod, Sünde und Satan zu erlösen!
Die Mitternachtsmesse (Christmette) lädt ein. Wie die „Heiligen drei Könige“ sollen wir in Christus den „Stern des Lebens“ entdecken, der uns sicher zum Ziel, zum Himmel, führt. Sie bringen: Gold dem König, Weihrauch dem wahren Gott, Myhrre dem, der uns durch Leiden erlöst hat.
Weihnachten:
Gottes Liebe weiterschenken
Das geschichtliche Ereignis der Geburt Christi (Matthäus 1,18f und Lukas 2,1f), war der Beginn unserer Zeitrechnung. Die Weihnachts-Botschaft ist ein aktueller Ruf an jeden Menschen:
* Gott existiert: Der Stern von Betlehem ist eine Tatsache. J. Keppler hat das nachgewiesen. Die Schöpfung verweist auf den Schöpfer-Gott.
* Gott ist die Liebe: Er schenkt uns seinen Sohn! Liebe ich Gott?
* Christus ist wahrer Sohn Gottes: 300 Prophezeiungen des Alten Testamentes erfüllten sich in Ihm. Seine Behauptung, Gott-gleich zu sein, bewies Er v. a. durch Wunder und seine Auferstehung.
* Christus in sein eigenes Herz aufnehmen: Dem Sohn Gottes wurde für seine Geburt eine Herberge verweigert. Nimm du ihn auf! „Allen, die ihn im Glauben aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden“ (Joh 1,12). Glaube an Christus, lebe als Christ!
* Die Armut Christi: Geboren in einem Stall, gelegt in eine Krippe, gestorben an einem Kreuz! Christen sollen zuerst das Reich Gottes suchen und nicht dem Mammon (Reichtum, Ehre, Vergnügen, Macht) dienen. Weihnachten lädt dazu ein, das Wesentliche zu suchen.
* Gott wurde ein Kind: Die Ungeborenen, die Kinder, alle Kleinen lieben und schützen. Im geringsten Menschen begegnen wir Jesus!
* Die Bibel ist Gottes Wort: Gottes Wort erweist seit 2000 Jahren seine Kraft. „Das Wort (Jesus) ist Fleisch geworden“ (Joh 1,14). Höre auf Gottes Wort (z.B. in der Sonntagsmesse), lies täglich in der Bibel.

Günther Zoppelt

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