Maria „Stern der Neuvangelisierung“

Der Marienmonat Mai geht seinem Ende entgegen. Das soll uns Anlass sein, noch einmal einen hoffentlich bleibenden Blick auf die Bedeutung Marias im Heilsplan Gottes zu lenken.
Die katholische und die orthodoxe Welt verehren eine Vielzahl von Heiligen und ihre Zahl wächst in unserer Zeit bis hin zu den 21 koptischen Märtyrern von Sirte: Vorbilder, Fürbitter bei Gott. Sie begleiten unser Leben. Alle überragt die „Ganzheilige“, die Gottesmutter Maria.
Die besten Künstler: Maler, Bildhauer, Musiker wetteifern seit dem frühen Christentum, um ihr Bild zu zeichnen. Es sind Meisterwerke unserer Kultur!
Die Geschichte der Gottesmutter beginnt mit: „Mir geschehe nach deinem Wort“ (Lk. 1,38). Das ist der Beginn unserer Erlösung. Es war das Ja zum Angebot Gottes an die Menschen.
Eine ganz andere Geschichte nahm ihren Lauf, als der Mensch auf das Wort eines anderen Engels, des Gegenspielers Gottes, hörte: „Ihr werdet sein wie Gott“. Das klingt nach absoluter Freiheit, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit. Diese bewahren aber den Menschen nicht „vor der Angst vor der Ziel- und Sinnlosigkeit seiner gänzlich säkularisierten Existenz. Sie macht ihn zum Flüchtling in seiner eigenen Welt: Er flieht in grenzenlose Aktivität, baut eine Welt von rasch wechselnden Ersatzwelten auf“ (Isa Vermehren in KB März/April 2018, S. 83/84). Es sind Macht, Geld und Ruhm.
Maria stellte ihr Leben ganz in den Dienst Gottes. Ihre Freude drückte sie kurze Zeit nach ihrem Ja-Wort im Magnifikat aus: „Mein Geist jubelt über Gott meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut“ (Lk. 1,47–48). Das war nicht weltentrückt oder abgewandt. Denn es war Maria, die auf der Hochzeit zu Kana, vor allen anderen bemerkte: „Sie haben keinen Wein mehr.“
Der säkulare Mensch kennt vor allem sich selbst, besonders wenn es um Macht und Machterhalt geht. Um konkret zu werden: Wir brauchen nur auf die Bildung der neuen Bundesregierung und den Groko-Vertrag zu schauen. Die Angst von 67% der Deutschen vor der kulturellen Überfremdung durch den Islam, die Befürchtungen von 65% der Deutschen, die mit den Risiken der demographischen Katastrophe zusammenhängen, die Sorgen der Familien spielen darin keine oder eine untergeordnete Rolle.
Maria spricht im Magnifikat: „Siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter“ (Lk. 1,48). Diesen Lobpreis nehmen die katholischen und orthodoxen Christen auf und wenden sich in ihren Sorgen und Nöten an Maria. Das Wort Jesu am Kreuz an Johannes „siehe deine Mutter“ haben die Menschen seit damals auch an sich gerichtet verstanden und sich an Maria gewandt. Und sie sind erhört worden. Votivtafeln mit einfachen Dankesworten an den Wallfahrtsorten, aber auch großartige Kathedralen legen davon Zeugnis ab. Und wenn die dringend notwendige Neuevangelisierung in unseren Tagen Fuß fassen soll, wird das nur mit Mariens Hilfe gelingen. Denn sie ist der „Stern der Neuevangelisierung“!

Hubert Gindert

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