Soros der „Weltenveränderer“ – einer der „größten Wohltäter der Welt“?

Gregor Peter Schmitz schrieb in der Augsburger Allgemeinen Zeitung (AZ) (29.11.18) ein Porträt mit dem Titel „Staatsfeind Nummer 1“. Der Untertitel lautet „George Soros ist einer der reichsten Menschen, aber er will mehr sein: Ein politischer Missionar“.
Soros sagt von sich „ich möchte die Welt umstürzen“… Der Verfasser Schmitz fügt an… „dass ihm (Soros) schon in jungen Jahren klar geworden sei, er müsse sich an Menschen wie Leonardo da Vinci messen oder Albert Einstein. Menschen, die halt was verändern“.
Von wem ist der „Weltveränderer“ für sein Tun legimitiert? Wer hat ihn gewählt? Niemand! Es ist das Geld, das ihn den „25fachen Milliardär“ Mittel an die Hand gibt, Politik zu machen.
Soros „ist einer der gewieftesten Spekulanten aller Zeiten… ihn interessiert Geld zu machen als Spielgeld für seine wahre Mission, die politische Philosophie“, so der Verfasser Schmitz, der „vor 5 Jahren ein Buch mit ihm schrieb“.
Was ist die „politische Philosophie“ des George Soros. Der Ungar Soros studierte in London bei Karl Popper, dem Erfinder der „offenen Gesellschaft“. Eine „offene Gesellschaft sieht Soros offenbar u.a. bei Barack Obama und Hilary Clinton gegeben. „Soros gehört zu den größten US-Wahlkampfspendern“. Wieviel Geld Soros darüber hinaus in die Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) pumpt, die Hilfen in Entwicklungsländern, gekoppelt mit der Bereitschaft dieser Länder zu „reproduktiver Gesundheit, konkret Abtreibung, gibt, wird im Artikel nicht angegeben. Soros wird vielmehr als „einer der größten Wohltäter der Welt“ apostrophiert, denn er habe „viele Milliarden Euro über Jahrzehnte in seine Stiftungen nach Osteuropa, nach Russland und in die Europäische Union, aber auch in die USA für die Integration von Armen und Minderheiten“ gegeben. „Er will eine offene und liberale Gesellschaft fördern“. Es ist eine Gesellschaft der autonomen Moral, frei von ethischen Bindungen und „Zwängen“.
Wer die Welt umstürzen und die Gesellschaft verändern will, setzt an Ehe und Familie an. Soros praktiziert das selbst. Er ist zum dritten Mal mit einer 42 Jahre jüngeren Frau verheiratet.
Wer anders denkt als Soros, gehört zu den „Feinden“, wie Ministerpräsident Viktor Orban von Ungarn, der im Artikel als „Autokrat“ bezeichnet wird oder wie Donald Trump. Immerhin sind beide in freien Wahlen demokratisch gewählt worden. Sie müssen ihre Politik in einem Rechtsstaat betreiben, der einer „Autokratie“ Grenzen setzt. Wer aber hat George Soros gewählt, der mit Milliarden Einfluss auf das politische Geschehen nimmt? Denn sein Geld nehmen „die Mächtigen durchaus an“, wie es offenherzig im Artikel heißt.

Hubert Gindert

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