Es gibt einen Namen, der alle Interpreten überstrahlt und überragt

Veit Neumann beschreibt unsere Situation mit folgenden Worten: „Selbstverständlich ist nichts, alles fließt und keiner weiß wohin. Nicht einmal die einflussreichen Lenker in diesem Land, und schon gar nicht die Politiker wissen, wohin die Reise geht. Man hat den Eindruck, dass sich die Erfahrung des Zerfließens bewährter Konsense und die unausgeglichenen und versöhnlicher werdenden Haltungen gegenseitig aufschaukeln… Diese Erfahrung ist die prägendste in unseren politisch-aufgewühlten Wochen: Das politisch konstruktive Fundament bröckelt nicht nur, es zeigt Auflösungserscheinungen. In wesentlichen Fragen werden Kompromisse nicht mehr errungen, sondern Entscheidungen gegen riesige Widerstände durchgeboxt. Die weltanschaulichen Begründungen dafür werden immer härter“ (AKADEMIA 5/2018, S. 3). Dies ist das Bild einer Gesellschaft, die sich auch religiös in einer tiefen Krise befindet. Benedikt XVI. hat 2012 festgestellt: „Die spirituelle Krise, die den Westen ergreift, ist die gravierendste seit dem Untergang des Römischen Reiches gegen Ende des 5. Jahrhunderts. Das Licht des Christentums ist überall im Westen am Verlöschen“ (kath.net 7.10.2018).
Wer einen neuen Hoffnungsträger nennen soll, der uns in eine neue Zukunft führt und sich umsieht, kann ihn nirgendwo sehen. Es geht ihm wie demjenigen, der in einer großen Weihnachtsgala die Abfolge des Repertoires und den nächsten Interpreten ansagen soll und verzweifelt das Blatt sucht, auf dem alles angemerkt ist, es aber nicht finden kann. Das wäre aber möglich. Denn es gibt einen Namen, der alle Interpreten überstrahlt und überragt. Der Ansager der Gala bräuchte nur den Namen zu nennen, der von sich sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer mir nachfolgt bleibt nicht in der Finsternis“, Jesus Christus! Dieser nennt uns den Ausweg: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Es gibt keinen anderen Weg in die Zukunft. Haben wir endlich den Mut umzukehren.
Die Umkehr hat ihre Konsequenzen! Der Erlöser, den wir an Weihnachten erwarten, ist nämlich nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen, sondern es zu erfüllen. Die Weichspüler des Evangeliums wollen uns weismachen, die Botschaft des Evangeliums sei nicht so wörtlich zu nehmen, sie müsste im Kontext der damaligen Zeit gelesen werden und sei so nicht für unsere Zeit gedacht. Man könne durchaus, leicht modifiziert, weitermachen wie bisher.
An Silvester sehen sich viele gerne das Stück „Dinner for one“ an. Darin fragt der Buttler, was er gegenüber dem letzten Jahr ändern solle? Die Lady antwortet: „Die gleiche Prozedur wie bisher.“ In der Realität hat das Spiel einmal ein Ende. Fassen wir den Mut umzukehren. Denn ohne Gott gibt es keine Zukunft!

Mit den besten Wünschen für einen gesegneten Advent und ein frohes Weihnachtsfest

Ihr Hubert Gindert

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