Die toxischen Belastungen im Leib der Kirche

Es gibt eine Vielzahl kirchlicher Bereiche, deren toxische Belastung für die Kirche in harter Kleinarbeit zu prüfen, offen zu legen und zu entgiften wäre. Dabei denke ich vor allem an den, von der Würzburger Synode kastrierten Religionsunterricht, sowie die Katholizität katholischer Schulen in den unterschiedlichen Diözesen. Schaffung von Transparenz bzgl. der Homosexualität auch im deutschen Klerus wäre ebenfalls eine dringende Aufgabe. Meiner Beobachtung zufolge hat sich die hierarchische Organisation der Kirche in eine Vielzahl von – von Amtslaien beherrschten – Parallelstrukturen aufgelöst, mit der Folge einer erheblichen Einschränkung der Verantwortung des Priesters vor Ort, mit der Folge der Verhinderung missionarischer Wirksamkeit und von glaubensstarken Berufungen. – Mir sind die konzertierten Verfahrensweisen der 68er Akteure noch sehr gut erinnerlich, mit denen diese innerhalb weniger Jahre ein gut bürgerliches Staatswesen in eine durchgehend politisierte und zunehmend aggressiv agierende Gesellschaft verwandelten. Diese Politisierung – und damit gesellschaftliche Spaltung – betrifft inzwischen alle Lebensbereiche: Die Kirche ebenso wie die Medien, die Justiz, die Familien, die Hochschulen (siehe Genderlehrstühle), die Wirtschaft, das Finanz- und das Gesundheitswesen.
Meine Anregung: Können wir nicht Fachgruppen aus potenten Fachleuten bilden, die systematisch und zunächst schwerpunktmäßig wesentliche Bereiche weltlich-kirchlichen Treibens auf toxische Inhalte untersuchen, sie transparent machen und mit geeigneten Mitteln auf Abhilfe drängen? Gefordert werden operative Ergebnisse, anstatt bloßer Rhetorik.
Wer soll nun diese Aufgabe leisten – wenn nicht der gottesfürchtige Rest. Wann – wenn nicht jetzt, da wir als Ausgangsbasis immerhin noch 3% praktizierende Katholiken in der Bevölkerung darstellen.

Prof. J. Hans Benirschke

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2 Antworten auf Die toxischen Belastungen im Leib der Kirche

  1. Herbert Klupp sagt:

    WAS FÜR WICHTIGE UND GAR NICHT ZU UNTERSCHÄTZENDE WORTE ! ZITAT: „Mir sind die konzertierten Verfahrensweisen der 68er Akteure noch sehr gut erinnerlich, mit denen diese innerhalb weniger Jahre ein gut bürgerliches Staatswesen in eine durchgehend politisierte und zunehmend aggressiv agierende Gesellschaft verwandelten. Diese Politisierung – und damit gesellschaftliche Spaltung – betrifft inzwischen alle Lebensbereiche: Die Kirche ebenso wie die Medien, die Justiz, die Familien, die Hochschulen (siehe Genderlehrstühle), die Wirtschaft, das Finanz- und das Gesundheitswesen.
    Meine Anregung: Können wir nicht Fachgruppen aus potenten Fachleuten bilden, die systematisch und zunächst schwerpunktmäßig wesentliche Bereiche weltlich-kirchlichen Treibens auf toxische Inhalte untersuchen, sie transparent machen und mit
    geeigneten Mitteln auf Abhilfe drängen?“ ZITATENDE

    Was für eine profunde, treffende und zum AUFRÜTTELN geeignete Analyse !

    Inhaltlich möchte ich hier beitragen, indem ich für die Widerlegung des allgemeinen Darwinismus kämpfe. Mitnichten konnten solche überaus langen sinnvollen Texte, wie die DNA, die in jeder Zelle einem Betriebssystem eines komplexen Computersystem gleicht bzw gleichkomplex ist, aus Materie und ZUFALL alleine entstehen. Dieser allgemeine Darwinismus ( HINWEIS: INNERHALB einer Art funktioniert die Darwinsche Evolutionstheorie, aber es gibt informatorisch KEINEN Zufallsweg von einer Art DNA zur andern ) ist eines der BOLLWERKE der Gottesfeinde, der Linken, der Umstürzler, der Kulturschänder.

    Außerdem möchte ich ermuntern, die Analyse des Artikels sehr ernst zu nehmen in dem Sinne, daß akademisch anmutende Kritik an der 68er-Dominanz bzw der 68er-Zersetzung, die in so viele Lebensbereiche eingedrungen ist, und ihr böses Werk verrichtet, zu wenig ist. KAMPFBEREITSCHAFT, MUT UND GEISTIGER ANGRIFF AUF BASIS DES EVANGELIUMS IST AN DER ZEIT !!! Sankt Michael hilf !!!

  2. Mathias Wagener sagt:

    Ganz zentral für die Beurteilung kirchlicher Verhältnisse ist die vom Verfasser klar herausgearbeitete Existenz von Parallelstrukturen, die den Dienst glaubensstarker Priester beeinträchtigen oder sogar verhindern. Man muss sich nicht wundern, wenn die eigentlich zum Priesteramt Berufenen hiervon zurückschrecken, weil sie sich nicht von ideologisch verbrämten Laien dirigieren lassen wollen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen halte ich schließlich für erprobenswert.

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