Das Smartphone schadet den Kindern

Manfred Spitzer, Psychiater und Gehirnforscher, ist ärztlicher Direktor der Uniklinik Ulm. Mit seinem Buch „Die Smartphone-Epidemie“ hat er Aufsehen erregt. Seine Position hat er im Interview „Das Smartphone macht die Kinder krank“ (Augsburger Allgemeine Zeitung 22.10.2018) dargelegt. Seine wichtigsten Aussagen sind zusammengefasst in „Smartphone ist eine Sucht“. Sucht liegt für Prof. Spitzer vor „wenn man etwas nicht lassen kann, obgleich es einem schadet; wenn man mit Anspannung, Gereiztheit, Aggressivität reagiert, wenn sie einem vorgehalten wird. Diese Sucht zerstört das Leben, weil es die sozialen Kontakte kaputt macht, die Beziehung, den Job gefährdet“.
„Nur wenige Betroffene erkennen rechtzeitig, wie abhängig sie sind … Die Computer- und Internetsucht ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt.“ Eine Studie ergab, „dass von 500 befragten Kindern im Alter von 8 bis 14 Jahren 8% im Risikobereich lagen oder bereits süchtig sind“. Die Zahl der Internet- und Smartphone-Süchtigen steigt massiv an.
Smartphone-Sucht wirkt sich aus in „Ängsten, Aufmerksamkeitsstörungen, Depression, Bewegungsmangel und Haltungsschäden“.
Die Nutzung von Smartphones beeinträchtigt den Schlaf, weil „über 90% der jungen Leute vor dem Schlafengehen“ ihr Handy benutzen und so „1-2 Stunden weniger schlafen“, als sie bräuchten. Zu wenig Schlaf erhöht das „Risiko für Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall“. Spitzer warnt vor den digitalen Gefahren, weil „Kinder und Jugendliche von den Risiken und Manfred Spitzer, Psychiater und Gehirnforscher, ist ärztlicher Direktor der Uniklinik Ulm. Mit seinem Buch „Die Smartphone-Epidemie“ hat er Aufsehen erregt. Seine Position hat er im Interview „Das Smartphone macht die Kinder krank“ (Augsburger Allgemeine Zeitung 22.10.2018) dargelegt. Seine wichtigsten Aussagen sind zusammengefasst in „Smartphone ist eine Sucht“. Sucht liegt für Prof. Spitzer vor „wenn man etwas nicht lassen kann, obgleich es einem schadet; wenn man mit Anspannung, Gereiztheit, Aggressivität reagiert, wenn sie einem vorgehalten wird. Diese Sucht zerstört das Leben, weil es die sozialen Kontakte kaputt macht, die Beziehung, den Job gefährdet“.
„Nur wenige Betroffene erkennen rechtzeitig, wie abhängig sie sind … Die Computer- und Internetsucht ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt.“ Eine Studie ergab, „dass von 500 befragten Kindern im Alter von 8 bis 14 Jahren 8% im Risikobereich lagen oder bereits süchtig sind“. Die Zahl der Internet- und Smartphone-Süchtigen steigt massiv an.

Smartphone-Sucht wirkt sich aus in „Ängsten, Aufmerksamkeitsstörungen, Depression, Bewegungsmangel und Haltungsschäden“.
Die Nutzung von Smartphones beeinträchtigt den Schlaf, weil „über 90% der jungen Leute vor dem Schlafengehen“ ihr Handy benutzen und so „1-2 Stunden weniger schlafen“, als sie bräuchten. Zu wenig Schlaf erhöht das „Risiko für Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall“. Spitzer warnt vor den digitalen Gefahren, weil „Kinder und Jugendliche von den Risiken und
Nebenwirkungen des Smartphones stärker betroffen sind als Erwachsene … Störungen der Sprachentwicklung, der Aufmerksamkeit, des Lernens und der Motivation bis hin zur Willensbildung treten vor allem bei jungen Menschen auf … In diesem Alter wird die normale Gehirnentwicklung durch Smartphone gestört. „Manche Schäden“, sind nach Prof. Spitzer „irreparabel“. Zu diesen Schäden zählt Spitzer auch Kurzsichtigkeit. „In Europa sind davon 30% aller jungen Menschen betroffen, in China sind es 80% und in Südkorea über 90%“.
Dem Argument die sogenannten Gesundheits-App’s würden zur Bewegung anregen und trügen dazu bei, Krankheiten digital unterstützt zu behandeln, entgegnet Spitzer: „Von über 25.000 überprüften Gesundheits-App’s geben 90% die Daten der Nutzer ungefiltert weiter … Die Weltgesundheitsorganisation hat vor diesen Sicherheitslücken gewarnt“, denn jedes neue Medikament müsse bevor es auf den Markt kommt, in seiner Wirksamkeit überprüft werden. Das gelte aber für Gesundheits-App’s nicht. Spitzer kämpft auch gegen den Einzug digitaler Medien in den Schulen, weil die Studien nachweisen, „dass die Schüler durch den Einsatz digitaler Medien im Unterricht schlechter und unaufmerksamer werden und oft während des Unterrichts Videos schauen oder chatten“.
Prof. Spitzer würde Smartphones „ohne Aufsicht erst ab 18 Jahren“ erlauben. Auf den Hinweis das sei „realitätsfern“, reagiert Spitzer damit: Die gesundheitlichen Folgen würden verharmlost, weil die Lobby-Arbeit der Hersteller mit ihrer Finanzkraft die Nutzung von Smartphones durchdrücken würden. Die Firmen, wie Apple, Microsoft, Google u. Co. hätten inzwischen erreicht, dass die Schulen trotz der bekannten Risiken, „Milliarden für digitale Medien ausgeben“. Spitzer argumentiert, „sogar das Grundgesetz soll geändert werden damit den Ländern die Bildungshoheit vom Bund genommen werden kann“, um die Digitalisierung durchzusetzen. Den Weltfirmen, die hinter dieser Politik stehen, ginge es „einzig und allein um ihren Profit“. Profitorientierte Firmen steuern unser Leben bis ins intimste Detail. Spitzer tritt auch der Aussage entgegen, „digitale Kompetenzen würden im Beruf von den jungen Leuten erwartet“. Er sagt: „Ausbilder wollen vor allem klare Köpfe, gute Sprache, Motivation, soziale Kompetenzen, Kreativität, Einfühlungsvermögen, Engagement und einen guten Umgangston. Den praktischen Umgang mit digitaler Informationstechnik lernt ein junger aufgeschlossener Mensch leicht dazu.“

Hubert Gindert

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Eine Antwort auf Das Smartphone schadet den Kindern

  1. Elvira Pellin sagt:

    Da bin ich auch überzeugt von.
    Und es macht nicht nur die Kinder krank.
    Vielen Erwachsenen geht es ebenso.

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