Das Zentralkomitee deutscher Katholiken ZdK kritisiert die Stellungnahme des Presserates zur Papstverunglimpfung

Das ZdK hat mit scharfer Kritik auf eine Stellungnahme des deutschen Presserates zur Papstberichterstattung geantwortet. Der Presserat hatte auf 50 Beschwerden, darunter an erster Stelle des ZdK und der Bistumzeitung „Der Pilger“ der Diözese Speyer, gegen einen Artikel in der Berliner „tageszeitung“ (taz) zur Papstwahl unter dem Titel „Juntakumpel löst Hitlerjungen ab“ reagiert. (Wir hatten dazu am 21.3.13 hier auf unserem blog unter dem Titel „Verwilderung im deutschen Journalismus? Das Beispiel taz.“ ausführlich Stellung genommen.)
Der Generalsekretär des ZdK Stefan Vesper kritisiert nun mit deutlichen Worten, dass der Presserat lediglich einen groben Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht beanstandet. Die taz, so der Presserat, habe mit ihrer Überschrift eine „nicht bewiesene Tatsachenbehauptung verbreitet“ und Papst Franziskus ohne hinreichende Belege eine Nähe zu einer mörderischen Diktatur unterstellt.
Generalsekretär Vesper begrüßte ausdrücklich, dass die taz wegen der Bezeichnung Junta-Kumpel gerügt wurde, kritisiert aber, dass die taz nicht „wegen der Verletzung religiöser Gefühle im Wortlaut des betreffenden Artikels“ gerügt wurde. Der Presserat hatte die Bezeichnung der beiden Päpste als „alter Sack“ und die katholische Dogmatik als „esoterischen Klimbim“ als „provokativ und polemisch“ bezeichnet, aber als „vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt“ gehalten.
Dazu Vesper: „Eine solche Bewertung ist aus meiner Sicht völlig unangemessen“. Er forderte den Presserat auf, diese erhebliche Verletzung der religiösen Gefühle katholischer Christen zum Anlaß zu nehmen, seine Entscheidung zu überdenken.“Gerade in einer säkularen und offenen Gesellschaft, die vom gegenseitigen Respekt vor den Überzeugungen des jeweils anderen lebe, müsse man Respekt gegenüber den Religionsgemeinschaften pflegen. Weite Passagen des Artikels, nicht nur die Überschrift, hätten die Gefühle und Wertvorstellungen vieler Menschen verletzt, die in diesem Fall, in der katholischen Kirche zu Hause seien und für die der Respekt vor dem Amt des Papstes und der Person des Amtsinhabers ein wichtiger Bestandteil ihres Glaubens sei.“ (www.zdk.de/veröffentlichungen)

Das Forum Deutscher Katholiken stimmt der Stellungnahme des ZdK in dieser Frage voll zu und schließt sich ihr an.

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Eine Antwort auf Das Zentralkomitee deutscher Katholiken ZdK kritisiert die Stellungnahme des Presserates zur Papstverunglimpfung

  1. Mathias Wagener sagt:

    In der Tat kann man sich in dieser schier unfaßlichen Entgleisung nur voll und ganz hinter das ZdK stellen. Gegen diese Art von Verunglimpfung muss etwas getan werden.
    Man sollte sich auch überlegen, ob nicht Strafanzeige geboten ist.

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