Es gibt keinen „deutschen Islam“

Vom 2. bis 4. Januar fand „weitgehend unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit“ (AZ, 8.1.19) in der Kölner Ditib-Moschee, mit mehr als 100 Teilnehmern aus 17 Ländern eine Konferenz statt. Ditib ist die türkische Abkürzung für „Türkisch-Islamische-Union für Religion“. Es war das „II. Treffen europäischer Muslime“. Ditib ist mit 900 Moscheen der größte Verband in Deutschland.
Die Delegierten der Konferenz des türkischen Religionsamts Diyanet und ihres deutschen Ablegers Ditib beschlossen die Gründung eines Sekretariates, das regelmäßige Treffen europäischer Muslime organisieren soll. Das Sekretariat hat seinen Sitz in Ankara. Dieses Sekretariat kontrolliert die Umsetzung der Kölner Beschlüsse. Das Religionsamt Diyanet untersteht Erdogan.
Die Hauptrede auf dem Kongress hielt Ali Erbas, der Chef des türkischen Religionsamtes. „Er beklagte eine Zunahme der Islam-Feindlichkeit in Europa und wandte sich gegen eine Assimilierung von Muslimen in Europa.“ Erbas: „Die Einschränkung des Islam, wie deutscher oder europäischer Islam, steht im Widerspruch zur Universalität des Islam, der alle Orte und Epochen zugleich erleuchtet“.
Die Artikel der AZ „Absage an deutschen Islam“, „Türkei will Einfluss auf Muslime in ganz Europa ausbauen“ und „wie die Türkei deutsche Moscheen steuert“ (8.1.19) treffen den Nagel auf den Kopf.
Interessant für den Islam, wie er sich in Köln zeigte, sind einige Teilnehmer, neben Ali Erbas, der Frankfurter Prediger Khaled Hanafy, Vorsitzender des Fatwa-Ausschusses in Deutschland mit Verbindungen zur islamistischen Muslimbruderschaft, und des ranghohen Funktionärs der Muslimbruderschaft in Deutschland Ibrahim El-Zayats. In dem in Köln neu gewählten Vorstand werden „wieder zwei altgediente türkische Staatsbeamte stehen“. Vorsitzender ist Kazim Türkmen. Eine Abnabelung von Ditib, wie das von Politikern gefordert wird, ist politische Träumerei. Der bayerische Innenminister Joachim Hermann ist wegen der Teilnahme von zwei Vertretern der Muslimbruderschaft an der Konferenz „alarmiert“. „Die Bruderschaft vertritt Standpunkte, die mit der Verfassung nicht in Einklang zu bringen sind.“ Die Religionsfreiheit in Deutschland decke nicht „Versuche aus dem Ausland, massiven religiösen Einfluss zu nehmen“ (AZ, 9.1.19).
Man muss fragen, wie es geschehen konnte, dass diese Konferenz „weitgehend unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit stattfand“. Weiter: Die zweigeteilte Loyalität vieler Türken ist seit Jahren bekannt. Die hohe Stimmenzahl der Türken bei der türkischen Präsidentenwahl für Erdogan, hätte dem letzten Politiker den Fehler der doppelten Staatsbürgerschaft klar machen müssen. Die verantwortlichen Politiker, sind auch nicht bereit, eine offene Debatte darüber zu führen, ob der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die Politiker, die immer wieder die Einhaltung „Europäischer Werte“ fordern, die nie näher definiert und konkretisiert werden, sind zu feige, dem Diktator Erdogan, der sich um Bürger- und Menschenrechte nichts schert, endgültig den Beitritt zur Europäischen Union aufzukündigen und weitere Verhandlungen einzustellen. Das macht diese Politik unglaubwürdig. Die Stimmen von kritischen Muslimen gegenüber dem Islam werden verschwiegen. Hier ist eine: Hamed Abdel-Samad. Der Islamkritiker wurde aufgrund eines kritischen Beitrags von Facebook gesperrt. Er sagt: „Ihr Feiglinge! Viele junge Muslime/Muslimas leben im Westen und genießen die Vorzüge der Freiheit, sie setzen sich für die Freiheit kaum ein. Viele sind gut gebildet und haben einen guten Job, bleiben aber in den Zwängen der Religion und der eigenen Community verhaftet. Ihre Bildung und ihr Engagement stellen sie selten im Dienste der Aufklärung und des Gemeinwesens sondern eher in Dienste des Islam oder der Parallelgesellschaft …“ (kath.net 29.11.18)

Hubert Gindert

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Eine Antwort auf Es gibt keinen „deutschen Islam“

  1. Herbert Klupp sagt:

    Mein Großvater mütterlicherseits war – leider – ein überzeugter Nationalsozialist. Mir kleinem „Pimpf“ hat er mehrfach dargelegt, daß es bei der gewalttätigen brachialen Durchsetzung von Zielen nicht auf die Masse ankommt, sondern nur auf den Grad der Entschlossenheit einer „eingeschworenen“ Truppe. Das hat er selber wohl erlebt – und ich wollte ( und will ) gar nicht wissen, was das im Einzelnen bedeutete.
    Da hast du jahrzehntelang gedacht, daß all sowas gottseidank graue Vergangenheit ist – da kommt es wieder hoch im Islamismus. Eine zu allem entschlossene Minderheit unter den Muslimen – die auch noch in dem Irrwahn lebt, „Gott“ ( Allah ist nicht Gott ) zu gefallen durch ihre mörderischen Aktionen – so eine Minderheit wird in der Lage sein, die muslimischen Massen mitzureißen. Millionen deutsche Muslime wehren sich nicht dagegen, sie sind geistige Sklaven einer Todesideologie. Und der „deutsche Widerstand“ ? Alle heutigen Verantwortungsträger öffnen dem Islam Tor und Tür. Da gibt es keinen Widerstand. Widerstand kommt aus dem (deutschen und christlichen) Volk, zum Preis der Diffamierung als Nazis und Menschenhasser. Wird wenigstens unsere Polizei oder das Militär (?) funktionieren, wenn es eines fernen Tages „ernst wird“ ? Wenn eines Tages eine zu allem entschlossene und terrorverbreitende kleine Gruppe von Muslimen losschlägt ? Und selbst wenn die „ersten Versuche“ niedergeschlagen werden können, werden dann nicht die Liberalen, die Scheinchristen, die Konsumgläubigen, die Masse, die Linken und die Grünen anfangen, dem gewalttätigen Islam recht zu geben ? Die Anfänge dieser katastrophalen Entwicklung sind ja längst offen vor aller Augen zu besichtigen.

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