Es bringt uns allmählich zum Gähnen

Die Forderungen der Vertreter einer „anderen Kirche“ nach Änderung der katholischen Sexualmoral, Neubewertung der Homosexualität, Frauenpriestertum und Aufhebung des „Pflichtzölibats“ langweilen allmählich. In die immer gleiche Richtung gehen die zahlreichen Aufrufe, Interviews, Statements etc. der KirchenVeränderer. Andere Formen mit immer dem gleichen Inhalt!
Am 20. Februar 2019 durfte sich der Jesuitenpater Klaus Mertes wieder einmal über diese Themen auslassen. Er zählt „zu den wichtigsten Ordensmännern in Deutschland“. Die Augsburger Allgemeine Zeitung räumte ihm gerne reichlich Platz ein, um den bekannten Forderungskatalog vor der römischen Konferenz zu sexuellen Missbrauch in der Kirche vortragen zu können.
Nachdem sich Mertes über die „monarchische Macht“ in der Kirche, welche er als hauptverantwortlich für den sexuellem Missbrauch sieht, kam die Frage „Was halten sie noch für wichtig?“ Mertes: „Das Thema Homosexualität, an dem sich ebenfalls die Geister scheiden …“
„Warum?“ Mertes: „Homosexuelle Männer sind nicht zur Priesterweihe zugelassen. Das ist die geltende Regelung. Einige bischöfliche Stimmen in Deutschland schlagen jetzt vor, dieses Verbot aufzuheben. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung…“
„Was halten sie von der Freigabe des Zölibats?“ Mertes: „Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen Zölibat und Missbrauch. Eine Öffnung des Zölibats allein würde nicht viel bewirken, wenn nicht gleichzeitig die kirchliche Sexualmoral überdacht sowie der Zugang von Frauen zur Weihe einbezogen würde. Nur ein Gesamtpaket gibt Sinn“.
„Wenn Frauen geweiht werden, dann wird es auch Bischöfinnen geben und eines Tages eine Päpstin?“ Mertes: „Ja, aber bis dahin ist noch ein weiter Weg … ein erster nächster Schritt wäre ganz einfach, dass Frauen zum Diakonat zugelassen werden“.
Damit ist der ganze Forderungskatalog im Interview wieder untergebracht.

Hubert Gindert

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