Lasst uns nach Betlehem gehn und schauen

„Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkündigen ließ. So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.“ (Luk 2,15-17).
Als der Kirchenvater Hieronymus, der im Jahre 420 n.Chr. in Betlehem starb, zum ersten mal die Geburtsgrotte betrat, kniete er nieder und sagte: „O göttliches Kind in der Krippe, was kann ich Armer Dir nur geben?“ Da hörte er ein leises Kinderstimmchen sagen: „Gib mir deine Sünden.“
Und dieses göttliche Kind wird als Mann den Menschen sagen: „Kommt her zu mir, die ihre euch plagt und schwere Lasten tragt. Ich will euch Frieden verschaffen.“
Lasst uns in dieser Heiligen Nacht und alle Tage unseres Lebens mit den Augen unseres Herzens das Kind in der Krippe anschauen und in seine großen strahlenden Kinderaugen blicken und ihm alles sagen, was uns belastet. Würde man das mit einem unserer Kinder machen, würde es sicher anfangen zu weinen. Nicht so das göttliche Kind von Betlehem. Aus seinen großen Kinderaugen schaut uns der Ewige Vater voll Liebe an. So sehr hat er die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn dahin gab, der von sich sagte: „Ich bin nicht gekommen, die Welt zu richten sondern zu retten, zu erlösen.“
Er ist der wahre Friedensfürst. In diesen unruhigen Tagen, in denen vielen Menschen klar wird, in welcher Gefahr Kirche und Welt stehen, blicken wir voll Freude, Erwartung und Hoffnung in die Augen des Kindes in der Krippe von Betlehem und lassen die Worte des Engels für immer in uns nachklingen: „Euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren; ER ist der Messias, der Herr.“

Allen unseren Freunden und Lesern und allen Menschen der ganzen Erde wünschen wir ein gesegnetes frohes Weihnachtsfest voll Hoffnung, mit viel Licht von der Krippe im Stall von Betlehem.

Hubert Gindert und das gesamte Team des Forums Deutscher Katholiken.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Sonne trifft Erde. Gedanken zum Hochfest Mariä Empfängnis am 8. Dezember

Bei einer anstehenden Geburt werden Eltern sehr umtriebig. Ausreichend Babykleidung wird gekauft. Wenn ein eigenes Zimmer vorhanden ist, wird es kindgemäß tapeziert, möbliert, bebildert, aufgeräumt, gereinigt. Wo es enger zugeht, wird eine schöne Kinderwiege neben das Elternbett gestellt. Der Tag, an dem Mutter und Kind aus dem Krankenhaus kommen, ist ein unvergesslicher. Alles ist vorbereitet. Herzlich willkommen, Kind!
Genau um diese Bereitung der Wohnung geht es am Hochfest des 8. Dezembers. Das Kind ist der ewige göttliche Sohn. Die Wohnung ist Maria. Im Tagesgebet wird das Festgeheimnis benannt: „Großer und heiliger Gott, im Hinblick auf den Erlösertod Christi hast du die selige Jungfrau Maria schon im ersten Augenblick ihres Daseins vor jeder Sünde bewahrt, um deinem Sohn eine würdige Wohnung zu bereiten.“
Es geht um den ersten Augenblick der Existenz Mariens im Schoße der Mutter Anna. In seinen Ursprüngen ist das Fest fast 1000 Jahre alt. Es steht in Beziehung zu einem noch älteren Marienfest am 8. September, Mariä Geburt. Der Hymnendichter Andreas von Kreta predigte dazu schon um 700 n. Chr.: „Heute wurde das Heiligtum für den Schöpfer des Alls errichtet. Die Schöpfung bereitet dem Schöpfer ein neues und würdiges Haus.“ Die lauretanische Litanei überschlägt sich mit Preisungen: Du reine Mutter, du Tabernakel der ewigen Herrlichkeit, du goldenes Haus, du Wohnung, ganz Gott geweiht.
In beiden neun Monate auseinander liegenden Festen geht es um die Bereitung der Wohnung für den Gottesssohn. Das lange geistliche und theologische Nachdenken kulminiert im so genannten Immaculata-Dogma von 1854. Der 8. Dezember als Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria erhält seine besondere Note in Bezug auf ihre Bewahrung vor der Erbschuld.
Auch Maria war nach katholischer Lehre erlösungsbedürftig und ist erlöst worden. Wir werden durch Christi Gnade von der Erbsünde „befreit“, unsere Menschenschwester Maria wird vor ihr „bewahrt“. Luther und Zwingli halten im Kern noch an dieser Auffassung fest. Sie erwähnen oft die Reinheit der Gottesmutter. Dennoch wird die Lehre evangelischerseits nicht übernommen. Sie wird im heutigen Protestantismus teilweise heftig bestritten. Der große reformierte Theologe Karl Barth, dessen Todestag sich an diesem 10. Dezember zum 50. Mal jährt und von dem wir im beginnenden Barth-Jahr noch viel hören werden, bezeichnet Maria als „Urbild gelingenden Rechtfertigungsgeschehens“ und als „Empfängerin des ewigen Gottes“. Für Barth ist sie dies aber trotz ihrer Sünden. [Für die katholische Kirche ist Maria sündenfrei. Anm. d. Red.] Weiterlesen

Veröffentlicht unter Der Fels | Hinterlasse einen Kommentar

Ein Licht anzünden

Wie schnell werden wir doch mutlos, wenn Alltagssorgen, Leid oder Attacken des Bösen unsere Kräfte zermürben! Da ist die Versuchung groß, die Flügel hängen zu lassen und uns in die dunkle Resignation der Selbstbezogenheit zurückzuziehen. Ich kenne das, denn ich habe in meinem Leben neben bewegenden Freuden auch dunkle Tiefen des Leids und zerstörerische Angriffe des Bösen erlebt. Doch am Ende jedes finsteren Tales traf ich immer wieder auf ein Licht leuchtender und ermutigender Freude, oft im Zusammenhang mit einem überraschenden Erlebnis.
Eines Tages war ich wieder einmal recht bedrückter Stimmung angesichts der Macht des Bösen auf dieser Welt. Da kam ich zufällig an einem Chinaladen vorbei und kaufte ein paar von jenen Strohhalmen, die in einem Papierröllchen kleine Botschaften bereithalten. Ich öffnete das erste. Darauf stand: „Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als auf die Finsternis zu fluchen.“ Das wirkte wie ein mächtiger Impuls, die Fesseln meiner Resignation zu sprengen. Könnte ich nicht einfach anderen Menschen helfen, die selbst die dunkle Finsternis der Not, Depression, Angst und der schmerzhaft wahrgenommenen Gottesferne in sich spüren? Sollte ich nicht in der Dunkelheit ihrer Herzen ein Licht anzünden?
Ich möchte auch von jenem Tag erzählen, als ich auf dem Schreibtisch in meinem Zimmer in der Universität einen unerwarteten Brief fand. Still und stumm war er dorthin gelegt worden. Ich öffnete ihn. Ein junger Mensch war am Ende seiner Kräfte, ohne existenzielle Hoffnung, ohne Zukunftsperspektive. Den ganzen Tag musste ich an diese Zeilen denken. Müdigkeit, Abgespanntheit und Resignation befielen mich. „Was kommt da auf mich zu?“ ging es mir durch den Kopf. „Sind nicht meine Zeit und meine Kräfte schon erschöpft genug? Gibt es hierfür nicht Beratungsstellen? Warum trifft der Hilferuf gerade mich?“
Als ich am Abend vor meinem Bücherregal stand, fiel mein Blick auf das Tagebuch von John Henry Neman. Ich weiß heute mit Sicherheit, dass dies kein „Zufall“ war. Als ich es in die Hand nahm, stieß ich beim Öffnen auf das Kapitel „Berufungen“. Ich traute meinen Augen nicht, als ich dort genau meine Situation geschildert fand:
„Unvermutet, mitten im Lebensalltag, kann ein Mensch deinen Weg kreuzen, der deiner Hilfe bedarf. Du spürst: Dies ist ein Angebot Gottes. Und ehe es du dir versiehst, ist ein Anruf in dein Leben eingebrochen, der eine neue Aufgabe und Verantwortung in sich birgt, der alle bisherigen Planungen über den Haufen wirft. Du kannst dich nun diesem Angebot verweigern, du kannst es aber auch annehmen. Gott respektiert die Freiheit deiner Entscheidung. Doch du spürst: Er hat in dein Herz auch die Wurzeln der Gottes- und Nächstenliebe gepflanzt. Du kannst sie ersticken. Du kannst sie ausreißen. Du kannst daraus aber auch wundervolle Blumen wachsen lassen. Und Christus sagte: ‚Was ihr einem der geringsten meiner Brüder oder Schwestern tut, das tut ihr mir.‘ Weiterlesen

Veröffentlicht unter Der Fels | Hinterlasse einen Kommentar

Kennzeichen einer dekadenten Gesellschaft

Die Götter dieser Welt waren wohl schon immer Macht, Geld und Sex. Entsprechend korrespondieren damit die Verzichte derer, die sich einer großen Aufgabe ganz und ungeteilt hingeben, nämlich Gehorsam, Armut und Keuschheit.
Gottferne Gesellschaften, wie man sie in der westlichen Welt heute antrifft, praktizieren die moderne Götzenanbetung besonders ungeniert. Ein Beispiel dafür liefert die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ) vom 9. Oktober. Was ist passiert? Wegen Steuerhinterziehung musste Uli Hoeneß, der Präsident des FC-Bayern-München eine Gefängnisstrafe abbüßen: „Mehrere Mithäftlinge wollten ihn heimlich fotografieren, um damit Geld zu machen.“ „Unter anderem unter der Dusche, wo ich nackt war“, berichtete Hoeneß und „meine größte Sorge war, dass solche Fotos von mir im Internet auftauchen … meine Privatsphäre wurde extrem verletzt. Das habe ich bis heute nicht verarbeitet.“
Uli Hoeneß stellte Strafantrag und sagte in einem Prozess gegen einen Mitangeklagten aus, der mit einer Mini-Digitalkamera in einem Kugelschreiber Fotos und ein Video von Hoeneß gemacht haben soll. Hoeneß stellte gegen diesen Mann Strafantrag, sagte aber: „Ich habe kein Interesse, dass der Angeklagte verurteilt wird.“ Hoeneß griff in seiner Aussage Reporter des Magazins Stern an und äußerte: „Die gehören hierher, die, die dahinterstehen, sollten bestraft werden.“ Die Stern-Journalisten hatten lt. Hoeneß den Gefangenen Geld geboten für Fotos von Hoeneß. Tatsächlich sollen, der Anklage nach, die Stern-Reporter „2500 Euro für Aufnahmen bezahlt haben“ verhandelt wurde über 35.000 Euro.
Hoeneß hat recht wenn er sagt: „Da wurde die Not eines Gefangenen schamlos für derart schäbige Zwecke ausgenutzt.“ Dieser Bericht sagt etwas aus, nicht nur über die Geldgier von Mithäftlingen, sondern auch über das Berufsethos von Reportern des Stern. Wenn über Beträge von 35.000 Euro gesprochen wurde, taucht die Frage auf, welche Hintermänner standen hinter einem solchen Deal. Denn Reporter können von sich aus kaum solche Summen hinblättern.

Hubert Gindert

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

Der Aufschrei über die Aussagen von Papst Franziskus zur Abtreibung

Papst Franziskus behandelt zur Zeit in den Generalaudienzen die zehn Gebote. In der Katechese über das 5. Gebot, das in seiner ursprünglichen Form lautet: „Du sollst nicht morden“ hat Papst Franziskus auch über die Abtreibung gesprochen. Er sagte: „Ein widerspruchsvoller Gesichtspunkt besteht auch in der Tötung menschlichen Lebens im Mutterschoß im Namen des Schutzes anderer Rechte. Aber, wie kann ein Akt therapeutisch (heilbringend), zivilisiert und menschlich sein, der unschuldiges und ungeschütztes Leben in seiner Blüte tötet? Ich frage euch, ist es gerecht, ein menschliches Leben auszulöschen, um ein anderes Problem zu lösen? Ist es gerecht, einen Meuchelmörder (Sicario) zu nehmen, um ein Problem zu lösen?“
Franziskus hat nicht von Frauen gesprochen, wohl auch deswegen nicht, weil er weiß, hinter einer Abtreibung stehen oft der Freund, der Ehepartner, Familienmitglieder etc.. Franziskus hat nicht, wie die FAZ (siehe Konradsblatt, 43.2018, S. 2) behauptet „All jene Frauen, die sich im Zweifel gegen das Leben eines ungeborenen Kindes entschieden haben, mit kaltblütigen Killern gleichgesetzt“. Die FAZ sollte etwas genauer hinhören, was der Papst wirklich gesagt hat. Selbstverständlich brandmarkt die katholische Kirche Abtreibung ohne Abstriche. Das Zweite Vatikanische Konzil hat Abtreibung als „ein verabscheuungswürdiges Verbrechen“ bezeichnet. Der Katechismus der katholischen Kirche, KKK relativiert diese Aussage in den Ziffern 2270 bis 2275 nicht. Der Katechismus sagt in Ziff 2272: „Wer eine Abtreibung vornimmt, zieht sich mit erfolgter Ausführung die Tatstrafe der Exkommunikation zu (CIC, can 1398) sodass sie von selbst durch Begehen der Straftat eintritt“. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

Es gibt einen Namen, der alle Interpreten überstrahlt und überragt

Veit Neumann beschreibt unsere Situation mit folgenden Worten: „Selbstverständlich ist nichts, alles fließt und keiner weiß wohin. Nicht einmal die einflussreichen Lenker in diesem Land, und schon gar nicht die Politiker wissen, wohin die Reise geht. Man hat den Eindruck, dass sich die Erfahrung des Zerfließens bewährter Konsense und die unausgeglichenen und versöhnlicher werdenden Haltungen gegenseitig aufschaukeln… Diese Erfahrung ist die prägendste in unseren politisch-aufgewühlten Wochen: Das politisch konstruktive Fundament bröckelt nicht nur, es zeigt Auflösungserscheinungen. In wesentlichen Fragen werden Kompromisse nicht mehr errungen, sondern Entscheidungen gegen riesige Widerstände durchgeboxt. Die weltanschaulichen Begründungen dafür werden immer härter“ (AKADEMIA 5/2018, S. 3). Dies ist das Bild einer Gesellschaft, die sich auch religiös in einer tiefen Krise befindet. Benedikt XVI. hat 2012 festgestellt: „Die spirituelle Krise, die den Westen ergreift, ist die gravierendste seit dem Untergang des Römischen Reiches gegen Ende des 5. Jahrhunderts. Das Licht des Christentums ist überall im Westen am Verlöschen“ (kath.net 7.10.2018).
Wer einen neuen Hoffnungsträger nennen soll, der uns in eine neue Zukunft führt und sich umsieht, kann ihn nirgendwo sehen. Es geht ihm wie demjenigen, der in einer großen Weihnachtsgala die Abfolge des Repertoires und den nächsten Interpreten ansagen soll und verzweifelt das Blatt sucht, auf dem alles angemerkt ist, es aber nicht finden kann. Das wäre aber möglich. Denn es gibt einen Namen, der alle Interpreten überstrahlt und überragt. Der Ansager der Gala bräuchte nur den Namen zu nennen, der von sich sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer mir nachfolgt bleibt nicht in der Finsternis“, Jesus Christus! Dieser nennt uns den Ausweg: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Es gibt keinen anderen Weg in die Zukunft. Haben wir endlich den Mut umzukehren.
Die Umkehr hat ihre Konsequenzen! Der Erlöser, den wir an Weihnachten erwarten, ist nämlich nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen, sondern es zu erfüllen. Die Weichspüler des Evangeliums wollen uns weismachen, die Botschaft des Evangeliums sei nicht so wörtlich zu nehmen, sie müsste im Kontext der damaligen Zeit gelesen werden und sei so nicht für unsere Zeit gedacht. Man könne durchaus, leicht modifiziert, weitermachen wie bisher.
An Silvester sehen sich viele gerne das Stück „Dinner for one“ an. Darin fragt der Buttler, was er gegenüber dem letzten Jahr ändern solle? Die Lady antwortet: „Die gleiche Prozedur wie bisher.“ In der Realität hat das Spiel einmal ein Ende. Fassen wir den Mut umzukehren. Denn ohne Gott gibt es keine Zukunft!

Mit den besten Wünschen für einen gesegneten Advent und ein frohes Weihnachtsfest

Ihr Hubert Gindert

Veröffentlicht unter Der Fels | Hinterlasse einen Kommentar

Warum eine C-Partei kaum mehr mehrheitsfähig ist. Ursachen, die tabuisiert werden

Uli Bachmeier schreibt in seinem Beitrag über das Ergebnis über die Bayerische Landtagswahl „Mit Seehofers Rücktritt ist das Hauptproblem der CSU nicht gelöst“ und weiter im Untertitel „Die größte Gefahr für die Partei besteht darin, auf eine ehrliche Analyse des Wahlergebnisses zu verzichten und jetzt einfach zur Tagesordnung überzugehen“. Seine Kommentierung endet mit …“dass die Partei seit Jahren nicht mehr dazu in der Lage ist, eine Klammer zu bilden für ganz unterschiedliche bürgerliche Weltanschauungen“.
Uli Bachmeier hat damit recht, dass die CSU nach diesem Wahlergebnis nicht zur Tagesordnung übergehen kann, wenn sie wieder zur Volkspartei werden will.
Bei der hohen Wahlbeteiligung von 72,4% gegenüber 63,9% in 2013 konnte die CSU 270.000 Nichtwähler und 100.000 Stimmen der SPD gewinnen. Der Zugewinn von 370.000 Stimmen wurde aber durch die Verluste an die Grünen (170.000), an die AfD (160.000) an die Freien Wähler (160.000) und an die FDP (40.000) in der Summe 530.000 Stimmen überkompensiert.
Die CSU ist mit 85 Mandaten im 205 Sitze umfassenden Bayerischen Landtag zwar immer noch stärkste Partei und stellt in der Koalition mit den Freien Wählern den Ministerpräsidenten. Aber sie kann nicht mehr wie seit 1957 allein regieren. Kann die CSU wieder die absolute Mehrheit zurückgewinnen? Das eigentliche Problem auf diesem Weg stellen nicht die Freien Wähler dar. Ihre inhaltliche Nähe zur CSU ist eher eine Gefahr für sie, auch, wenn sie in den Kommunen gut verankert ist.
Es sind die AfD und die Grünen, welche der CSU bei den Überlegungen zur Neuausrichtung der Politik das größte Kopfzerbrechen machen. In der Analyse des Wahlerfolgs heißt es „Grüne gewinnen mit Naturschutz – und Werten“. Weiter „die Grünen konnten insbesondere mit Naturschutz und Umweltschutz punkten, zeigt Jörg Schönborn im Wahl-Block. Ihre neue Qualität zeige sich aber auch bei den Grundwerten“ (Wikipedia). Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | 4 Kommentare

Soros der „Weltenveränderer“ – einer der „größten Wohltäter der Welt“?

Gregor Peter Schmitz schrieb in der Augsburger Allgemeinen Zeitung (AZ) (29.11.18) ein Porträt mit dem Titel „Staatsfeind Nummer 1“. Der Untertitel lautet „George Soros ist einer der reichsten Menschen, aber er will mehr sein: Ein politischer Missionar“.
Soros sagt von sich „ich möchte die Welt umstürzen“… Der Verfasser Schmitz fügt an… „dass ihm (Soros) schon in jungen Jahren klar geworden sei, er müsse sich an Menschen wie Leonardo da Vinci messen oder Albert Einstein. Menschen, die halt was verändern“.
Von wem ist der „Weltveränderer“ für sein Tun legimitiert? Wer hat ihn gewählt? Niemand! Es ist das Geld, das ihn den „25fachen Milliardär“ Mittel an die Hand gibt, Politik zu machen.
Soros „ist einer der gewieftesten Spekulanten aller Zeiten… ihn interessiert Geld zu machen als Spielgeld für seine wahre Mission, die politische Philosophie“, so der Verfasser Schmitz, der „vor 5 Jahren ein Buch mit ihm schrieb“.
Was ist die „politische Philosophie“ des George Soros. Der Ungar Soros studierte in London bei Karl Popper, dem Erfinder der „offenen Gesellschaft“. Eine „offene Gesellschaft sieht Soros offenbar u.a. bei Barack Obama und Hilary Clinton gegeben. „Soros gehört zu den größten US-Wahlkampfspendern“. Wieviel Geld Soros darüber hinaus in die Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) pumpt, die Hilfen in Entwicklungsländern, gekoppelt mit der Bereitschaft dieser Länder zu „reproduktiver Gesundheit, konkret Abtreibung, gibt, wird im Artikel nicht angegeben. Soros wird vielmehr als „einer der größten Wohltäter der Welt“ apostrophiert, denn er habe „viele Milliarden Euro über Jahrzehnte in seine Stiftungen nach Osteuropa, nach Russland und in die Europäische Union, aber auch in die USA für die Integration von Armen und Minderheiten“ gegeben. „Er will eine offene und liberale Gesellschaft fördern“. Es ist eine Gesellschaft der autonomen Moral, frei von ethischen Bindungen und „Zwängen“.
Wer die Welt umstürzen und die Gesellschaft verändern will, setzt an Ehe und Familie an. Soros praktiziert das selbst. Er ist zum dritten Mal mit einer 42 Jahre jüngeren Frau verheiratet.
Wer anders denkt als Soros, gehört zu den „Feinden“, wie Ministerpräsident Viktor Orban von Ungarn, der im Artikel als „Autokrat“ bezeichnet wird oder wie Donald Trump. Immerhin sind beide in freien Wahlen demokratisch gewählt worden. Sie müssen ihre Politik in einem Rechtsstaat betreiben, der einer „Autokratie“ Grenzen setzt. Wer aber hat George Soros gewählt, der mit Milliarden Einfluss auf das politische Geschehen nimmt? Denn sein Geld nehmen „die Mächtigen durchaus an“, wie es offenherzig im Artikel heißt.

Hubert Gindert

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Der heilige Papst Johannes Paul II. und die Priester

In seinem Buch Geschenk und Geheimnis (1997) beschreibt der Papst anlässlich seines fünfzigjährigen Priesterjubiläums seinen Weg zum Priestertum sowie die weiteren Stationen seines Lebens. Wir wollen von seinem Leben und seinen Worten lernen, die seine Verbundenheit mit Jesus, unserem Herrn und Gott, sowie Seiner Mutter Maria, ausdrücken. Gott überhäuft jeden Menschen mit Seinen Gnaden, wir müssen diese Geschenke nur erbitten und annehmen sowie für unsere Nächsten und uns selbst fruchtbar machen. Der Herr führt uns auf Seinen Wegen, wenn wir auf Ihn und Seine Weisungen demütig hören sowie diese in unserem Leben umsetzen. Gott ist barmherzig, allwissend und gerecht – Er kümmert sich besonders um die Verfolgten und Benachteiligten. Johannes Paul II. verlor schon mit neun Jahren seine Mutter und schloss sich eng an seinen frommen Vater an, der viel betete. Der spätere Papst erlebte die grausame Besatzung im II. Weltkrieg durch die verschiedenen Organisationen der Nazis und musste Zwangsarbeit in einer Fabrik leisten. Er schloss mit vielen Arbeitern Freundschaft, taufte später nach seiner Priesterweihe ihre Kinder und hielt für ihre Verstorbenen die heilige Messe. Während dieser Zeit als Zwangsarbeiter studierte er im Untergrundseminar des Erzbischofs von Krakau und bereitete sich auf das Priesteramt vor. Die Arbeiter erlaubten dem späteren Papst, seine Bücher heimlich mitzubringen, während der Arbeit auch zu studieren und schützten ihn. Voller Dankbarkeit erinnert er sich an sie sowie seine priesterlichen Oberen und Professoren. 1947 empfing Johannes Paul II. die heilige Priesterweihe und wurde nach Rom geschickt, um dort den Doktor der Theologie zu erwerben. Sein Interesse für das Heil der Seelen brachte ihn immer wieder in Verbindung mit den Menschen, besonders auch mit den Arbeitern, deren hartes Leben er selbst durch seine Zwangsarbeit gut kannte. Nach dem Abschluss seiner Studien war Johannes Paul II. ein Jahr Kaplan in einer Landpfarrei und unterrichtete an fünf Schulen. Seine zweite Stelle als Priester war die Krakauer Stadtpfarrei St. Florian. Dort oblag ihm zusätzlich noch die Studentenseelsorge. Er hielt Vorträge unter anderem über die Existenz Gottes, um den Studenten Argumente gegen den kommunistischen Atheismus an die Hand zu geben. Die heilige Beichte sowie die Seelsorge an den Familien und der Jugend waren neben der heiligen Messe seine Schwerpunkte – auch als er vom Krakauer Erzbischof den Auftrag erhielt, sich auf eine Professur in Ethik und Moraltheologie vorzubereiten. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Der Fels | Hinterlasse einen Kommentar

„Gott wird abwischen alle Tränen“

„Gott verurteilt nicht die Tränen und das Widerstreben des Menschen vor Leid und Schmerz. Er verurteilt nur die Sünde, die Unbußfertigkeit, die Verzweiflung an Seiner Barmherzigkeit.“
Valtorta: Lektionen. S. 236
Du warst voll froher Zuversicht und zufrieden mit deinem Leben, vielleicht sogar glücklich. Du hattest Lebensziele vor Augen: Den Schulabschluss, die Verbindung mit einem geliebten Menschen, beruflichen Erfolg, Gründung einer Familie, einen ruhigen Lebensabend. Und in deinen Augen gab es nichts, was dich davon hätte abhalten können. Da traf dich das Leid. Wie mit einem Keulenschlag. Eine Krankheit zwang dich in die Knie. Ein Unfall zerstörte das Augenlicht. Ein Todesfall überschattete dein ganzes Denken mit Trauer und Depression. Ein geliebter Mensch brachte dir tiefste Enttäuschung. Deine Ziele, deine Träume – aus, vorbei, unerreichbar. Statt dessen erlebtest du Schmerz, Leid und Sorge als deine täglichen Begleiter schon am frühen Morgen. Irgendetwas in dir bäumte sich auf gegen die Unerbittlichkeit der neuen Lebenssituation, in die du hineingezwungen wurdest. Und die quälende Frage ließ dich nicht mehr los: Warum hat mich dieses Leid getroffen? Warum gerade mich? Wo ist da ein Sinn?
„Denkanstoß“ Gottes Weiterlesen

Veröffentlicht unter Der Fels | Hinterlasse einen Kommentar